Die neue Gesamtschule Ossendorf in Köln ist in nur zweieinhalb Jahren fertig geworden – als erster Holzhybridbau einer Kölner Schule. Alle Infos zum Schulstart!
Stell dir vor, du gehst in eine Schule, die sich anfühlt wie ein moderner Co-Working-Space mit Sofas, begrünten Balkonen und digitalen Tafeln überall. Klingt zu gut? Für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Ossendorf ist das ab sofort Realität! Zum Start des neuen Schuljahres zieht die Schülerschaft der fünften bis siebten Klasse in ihr brandneues Gebäude in der Fitzmauricestraße ein – und das nach nur zweieinhalb Jahren Bauzeit.1
Der neue Schulcampus besteht aus vier Lernhäusern, einer Mensa, einer Aula und einer Fünffach-Sporthalle. Das Herzstück jedes Lernhauses ist ein sogenannter „Marktplatz“ – ein gemeinschaftlicher Bereich in der Mitte, mit Sofas, einer Pantryküche und sogar Schuhregalen, denn innerhalb der Lernhäuser werden keine Straßenschuhe getragen.1 Um diesen Marktplatz herum liegen die Lernzimmer, nur durch helle Glaswände getrennt. Moderne Lüftung, digitale Tafeln und sogar spezielle Wipphocker – sogenannte „Hokkis“ – sorgen dafür, dass Lernen hier wirklich Spaß machen kann.1
Schulleiterin Birgit Specht bringt es auf den Punkt: „Wir kriegen das Strahlen nicht mehr aus dem Gesicht.“ Und das ist absolut verständlich.1
Besonders cool ist die Bauweise: Das komplette Tragwerk sowie der Innenausbau bestehen aus Holz – eine Holzhybridbauweise, die erstmals an einer Kölner Schule zum Einsatz kommt.1 Das sorgt nicht nur für ein stylisches Erscheinungsbild, sondern hat auch den Bau ordentlich beschleunigt. Die damalige Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) schwärmte bei der Grundsteinlegung: „So ein Tempo habe ich in Köln im Schulbau noch nie erlebt.“1
Ein weiterer Grund für die Rekordgeschwindigkeit: Die Stadt hat die gesamte Planung und den Bau an einen einzigen Totalunternehmer – Fritz Meyer – vergeben. Das macht vieles einfacher und schneller.1 Die Kosten? 150 Millionen Euro brutto inklusive Planung für 33.000 Quadratmeter Geschossfläche – und laut dem technischen Betriebsleiter der Gebäudewirtschaft, Torsten Leesmeister-Zawacki, war die Holzbauweise dabei nicht teurer als eine herkömmliche Bauweise.1
In Zukunft sollen bis zu 1.300 Kinder und Jugendliche die Gesamtschule Ossendorf besuchen. Aktuell startet die Schule mit 405 Schülerinnen und Schülern – sie wächst jedes Jahr um einen neuen Jahrgang. Die ersten zwei Jahre seit ihrer Gründung verbrachte die Schule in einem Interim in Vogelsang.1 Jetzt hat sie endlich ein echtes Zuhause.
Specht ist überzeugt, dass das moderne Umfeld auch das Lernen verändert: „Man muss die Wertschätzung, die uns hier entgegengebracht wird, auch würdigen“ – und genau das gibt sie an ihre Schülerinnen und Schüler weiter.1
Nicht nur Ossendorf profitiert vom Kölner Schulbau-Boom. Auch die Katharina-Henoth-Gesamtschule in Höhenberg startet mit einer nagelneuen Aula ins Schuljahr – und das Beste: Das Projekt ist mit 7,5 Millionen Euro sogar 1,5 Millionen Euro unter der ursprünglichen Kostenschätzung geblieben und wurde pünktlich fertiggestellt.1
Schulleiter Martin Süsterhenn freut sich besonders über die Strahlkraft für den ganzen Stadtteil: „Der ganze Stadtteil profitiert von unserer Aula.“ Politisches Kabarett und Karneval soll hier stattfinden – die alte Aula war schon seit rund 14 Jahren nicht mehr richtig nutzbar.1 Zusätzlich entstehen in der Nürnberger Straße ein neuer Zweitstandort der Schule (13,9 Millionen Euro) sowie ein neues Gebäude für die Grundschule Burgstraße (44 Millionen Euro).1
Das sind keine Einzelprojekte – die Stadt Köln zieht gerade richtig an. Allein in den Sommerferien hat das städtische Objektmanagement an 76 Bau- oder Sanierungsmaßnahmen an 59 von insgesamt 292 Schulstandorten gearbeitet und dabei rund 16,2 Millionen Euro in laufende Instandhaltung investiert. Für das gesamte Jahr 2026 sind rund 113,5 Millionen Euro im Wirtschaftsplan vorgesehen – davon allein 93,9 Millionen Euro für Schulen.1
Die Gesamtschule Ossendorf ist dabei das erste fertiggestellte Projekt aus dem zweiten Schulbaupaket der Stadt – und gleichzeitig eines der größten der insgesamt knapp drei Milliarden Euro schweren Sanierungsliste. Köln baut – und das mit Vollgas. 🚀
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