Benzin und Diesel sind im Oktober günstiger geworden – der ADAC erklärt, warum der Tankrabatt nicht überall gleich gut ankommt und was danach droht.
Autofahrer in NRW können im Oktober aufatmen: Benzin und Diesel sind spürbar billiger geworden. Nach Angaben des ADAC kostete ein Liter Super E10 im Oktober durchschnittlich 2,114 Euro – das sind rund 15,2 Cent weniger als im Vormonat. Auch Diesel wurde günstiger: Der Preis fiel um 12,5 Cent auf durchschnittlich 2,261 Euro pro Liter.
Grund für den Rückgang ist laut ADAC der zum 1. Oktober eingeführte Tankrabatt, der bis Ende des Jahres gilt. Der Automobilclub rechnet vor, dass dieser Rabatt rechnerisch rund 17 Cent je Liter ausmacht.
Ganz so einfach ist die Rechnung allerdings nicht. Wie der ADAC in seinem Monatsrückblick feststellt, wurde der Tankrabatt bei Benzin zum Großteil an die Autofahrer weitergegeben. Beim Diesel sieht das anders aus: Hier kam die Entlastung durch die Steuersenkung nach ADAC-Angaben nur teilweise bei den Verbrauchern an. Der Club fordert deshalb, dass der Rabatt konsequent weitergegeben wird.
Trotz der aktuellen Entlastung bleibt das Preisniveau aus Sicht des ADAC weiterhin zu hoch und nicht vollständig nachvollziehbar. Wer im Oktober besonders günstig tanken wollte, erwischte laut ADAC-Daten am 30. Oktober den besten Moment für Super E10 mit 2,068 Euro je Liter. Diesel war am 7. Oktober mit 2,226 Euro am günstigsten. Wer dagegen am 13. Oktober tankte, zahlte für Super E10 mit 2,151 Euro den Höchstpreis des Monats. Bei Diesel war der 27. Oktober mit 2,289 Euro der teuerste Tag.
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren zeigt sich: 2025 war laut ADAC insgesamt das günstigste Tankjahr seit Längerem. Der Liter Super E10 kostete im Jahresdurchschnitt rund 1,688 Euro und lag damit etwa 17 Cent unter dem Wert des bisherigen Rekordjahres 2022. Diesel war 2025 sogar rund 33 Cent billiger als im teuersten Tankjahr. Zur Erinnerung: 2022 mussten Autofahrer im Schnitt 1,860 Euro für Super E10 und 1,946 Euro für Diesel zahlen – ausgelöst unter anderem durch die Folgen des Ukraine-Kriegs auf die Rohölpreise.
Der ADAC erinnert zudem daran, dass die Kraftstoffpreise grundsätzlich Marktpreise sind. Steuerliche Maßnahmen wie frühere Ökosteuer-Erhöhungen oder die Mehrwertsteuererhöhung 2007 spielen ebenso eine Rolle wie die Entwicklung der Rohölnotierungen. Am Ende entscheidet laut ADAC aber vor allem der Wettbewerb zwischen den Tankstellen über den konkreten Preis vor Ort.
Der aktuelle Tankrabatt gilt laut ADAC nur bis Ende des Jahres. Was danach an den Zapfsäulen passiert, bleibt offen – klar ist aber: Die Entlastung ist zeitlich begrenzt. Wer also gerade von den niedrigeren Preisen profitiert, sollte sich nicht zu sehr daran gewöhnen. Ob nach Auslaufen des Rabatts wieder höhere Preise drohen, lässt sich den vorliegenden Daten zufolge aktuell nicht abschließend sagen.
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