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Tankrabatt-Effekt lässt schon wieder nach: Spritpreise klettern erneut
2. Oktober 2026

Der Tankrabatt-Effekt lässt schon wieder nach: Spritpreise ziehen an, der ADAC sieht trotzdem noch Spielraum für günstigeres Tanken.

Kurzes Hoch an der Zapfsäule – dann ging’s schon wieder hoch

Kaum war die Freude über günstigeres Tanken da, zieht der Preis schon wieder an. Wir hatten euch ja in einem früheren Beitrag erklärt, warum der Tankrabatt seit dem 1. Oktober für Entlastung an der Tankstelle sorgen soll. Jetzt zeigt sich: Der Effekt hält nicht lange an. Nach Angaben des ADAC kostete Super E10 am Freitagmorgen um 8 Uhr bundesweit im Schnitt 2,098 Euro je Liter – das waren 3,6 Cent mehr als noch am Donnerstag zur gleichen Zeit. Auch Diesel legte zu, und zwar um 3,9 Cent auf 2,248 Euro.

Vom Rekordtief zurück Richtung Normalniveau

Damit fällt die Entlastung gegenüber dem Morgen des 30. September, also vor dem Start der Steuersenkung, schon wieder geringer aus als noch am Tag zuvor. E10 war zum Vergleichszeitpunkt 10,9 Cent günstiger, Diesel 11,3 Cent. Zur Erinnerung: Am allerersten Tag des Tankrabatts waren die Preise noch viel deutlicher gefallen, der ADAC hatte da gegenüber dem Vortag Rückgänge von 14,5 Cent bei E10 und sogar 15,2 Cent bei Diesel gemessen. Im Tagesdurchschnitt lagen die Preise am Donnerstag bei 2,114 Euro für E10 und 2,262 Euro für Diesel – rund 13 Cent niedriger als tags zuvor. Schön war’s, solange es gedauert hat.

Der ADAC sieht trotzdem noch Luft nach unten. Die Energiesteuersenkung sei in den aktuellen Preisen weiterhin nicht vollständig eingepreist, teilte der Automobilclub mit. Heißt im Klartext: „Es bestehen damit weiterhin Spielräume für niedrigere Kraftstoffpreise.“ Der Steuernachlass durch den Tankrabatt liegt bei 16,7 Cent pro Liter für Sprit, der seit dem 1. Oktober Tanklager und Raffinerien verlässt. Schon in der Wochenbilanz davor hatte der ADAC laut Hommrich-Brennstoffe festgestellt, dass Super E10 im Wochenvergleich um 0,9 Cent und Diesel um 1,9 Cent gesunken waren – trotz eines leicht gestiegenen Ölpreises. Der Automobilclub empfiehlt übrigens einen kleinen Trick fürs Portemonnaie: Wer kurz vor 12 Uhr tankt, erwischt meist die niedrigsten Preise des Tages, denn ab Mittag ziehen die Preise in der Regel an und fallen danach langsam wieder.

September war der teuerste Tankmonat bisher

Dass der Tankrabatt überhaupt so dringend gebraucht wurde, zeigt ein Blick zurück. Der ADAC registrierte im September neue Rekordwerte: Super E10 kostete im Monatsschnitt 2,266 Euro, fast zwölf Cent mehr als im August. Diesel legte sogar um 16 Cent zu und lag im Mittel bei 2,386 Euro – damit war der September laut dem Nachrichtenportal klamm.de der bislang teuerste Tankmonat überhaupt. Am teuersten war Super E10 am 16. September mit 2,314 Euro, bei Diesel kam der Höchstpreis einen Tag später mit 2,471 Euro. Am günstigsten tankte man im September übrigens gleich am ersten Tag des Monats.

Spannend dabei: Der Ölpreis allein erklärt diese Entwicklung aus Sicht des ADAC nicht. Im April lag der Ölpreis zeitweise ähnlich hoch, trotzdem war Tanken damals deutlich günstiger. Neben dem Rohölpreis spielen also auch Raffinerie- und Vertriebskosten sowie Steuern eine Rolle – der ADAC nennt den aktuellen Preisabstand „nicht vollständig nachvollziehbar“.

Was das für euch bedeutet

Am Ölmarkt selbst gab es zuletzt keinen neuen großen Preisschub. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am Freitagvormittag rund 99,34 US-Dollar, nachdem der Preis am Donnerstag zwischenzeitlich bis auf 96,55 Dollar gefallen und danach wieder über die 100-Dollar-Marke gestiegen war. Unterm Strich heißt das: Der Tankrabatt wirkt, aber eben nicht dauerhaft in vollem Umfang. Wer sparen will, sollte laut ADAC-Empfehlung auf die Tageszeit achten und Preise an verschiedenen Tankstellen vergleichen – zum Beispiel über Preisvergleichs-Apps. Ob und wie stark die Entlastung an den Zapfsäulen ankommt, bleibt also weiterhin Tag für Tag spannend.

Quellen


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