Schon zum dritten Mal: In Köln wurde erneut auf ein Uhrengeschäft geschossen. Zwei Verdächtige gefasst, einer flüchtig – steckt die Gen-Z-Mafia dahinter?
Was ist denn da los in Köln? In der Breite Straße in der Innenstadt hat’s am frühen Mittwochmorgen wieder geknallt – und zwar zum dritten Mal auf dasselbe Uhrengeschäft1. Um 3.52 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein, weil Anwohner von den Schüssen aus dem Schlaf gerissen wurden1. Keine schöne Art, in den Tag zu starten, oder?
Zeugen hatten beobachtet, wie drei Männer auf E-Scootern vom Tatort abgehauen sind1. Ein Polizist in der Videoleitstelle hat dann über Verkehrskameras die Flüchtigen entdeckt, wie sie über die Hohenzollernbrücke Richtung Deutz gefahren sind1. Kurz darauf konnten zwei von ihnen geschnappt werden, ein 18-Jähriger und ein 42-Jähriger1. Bei der Durchsuchung des Älteren wurde sogar eine Schusswaffe sichergestellt1. Der dritte Mann, erkennbar an dunkler Kappe und Ziegenbart, ist noch flüchtig – nach ihm wird gefahndet1. Am Tatort selbst fanden die Ermittler mehrere Patronenhülsen, und die Fassade des Geschäfts hat jetzt Einschusslöcher1.
Das Krasse: Das Uhrengeschäft war bereits im August zweimal Ziel von Schüssen – einmal mit einer Pistole, einmal sogar mit einer Kalaschnikow1. Und das ist längst nicht der einzige Vorfall in der Stadt. Seit Pfingsten ermittelt die Kölner Polizei in rund 30 Straftaten, bei denen geschossen, gesprengt oder gezündelt wurde – betroffen waren Häuser, Restaurants und Geschäfte1.
Die Ermittler haben einen Verdacht: Die Taten könnten mit der sogenannten „Daltons“-Bande zusammenhängen1. Die Mitglieder gelten als besonders gewaltbereit und auffällig jung – deshalb wird die Gruppe auch als „Gen-Z-Mafia“ bezeichnet1. Typisch für solche Taten: Oft stecken Schutzgeldforderungen dahinter1. Ob die Bande auch bei diesem Vorfall ihre Finger im Spiel hatte, ist aktuell aber noch offen. Die Polizei teilte mit, dass Bezüge zu den vorherigen Schussabgaben auf das Geschäft geprüft werden1.
Für die Innenstadt-Bewohner und Gewerbetreibenden ist das natürlich kein Spaß – dreimal Schüsse auf denselben Laden, das macht schon nachdenklich. Die Polizei bleibt mit Hochdruck an dem Fall dran, und mit den beiden Festnahmen gibt’s zumindest schon mal einen ersten Ermittlungserfolg. Ob und wie die Fälle aus den letzten Monaten alle zusammenhängen, muss sich jetzt zeigen. Wir bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden, sobald es Neuigkeiten aus Köln gibt.
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