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Neue Betreiber für fünf NRW-Zuglinien: Mehr Sitzplätze ab 2031
21. Oktober 2026

DB Regio und Westfalenbahn übernehmen fünf NRW-Regionallinien mit neuen Doppelstockzügen und mehr Sitzplätzen. Alle Infos zu Strecken und Starttermin ab 2031.

Große Veränderungen im NRW-Nahverkehr

Wenn du regelmäßig mit dem Regionalexpress in NRW unterwegs bist, kommen hier richtig gute News für dich. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sowie die Zweckverbände Go.Rheinland und Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) haben entschieden: DB Regio und Westfalenbahn bekommen den Zuschlag für insgesamt fünf stark genutzte RE-Linien. Zusammen geht es um mehr als zehn Millionen Zugkilometer pro Jahr – also ordentlich was los auf NRWs Schienen.

Wer übernimmt welche Linie?

DB Regio soll künftig den RE2 (Düsseldorf–Osnabrück), den RE3 (Düsseldorf–Hamm) und den neuen RE45 (Essen–Münster) betreiben. Die Westfalenbahn schnappt sich dafür den RE7 (Krefeld–Rheine) und den RE42 (Mönchengladbach–Münster). Wie ms-aktuell.de berichtet, entsteht der RE45 dabei aus einem Teilstück der bisherigen RE42-Linie, das künftig eigenständig von DB Regio gefahren wird. Der Rest der alten RE42-Strecke wandert zur Westfalenbahn.

Auf dem RE3 wird’s nochmal kurz unübersichtlich: Aktuell fährt dort noch die Eurobahn, ab Dezember 2026 übernimmt laut ms-aktuell.de zunächst VIAS Rail als Zwischenlösung, bevor dann 2032 DB Regio endgültig das Ruder übernimmt. Und auf dem RE7 löst die Westfalenbahn den bisherigen Betreiber National Express ab.

Mehr Platz zum Sitzen

Das Beste an der ganzen Sache: Beide Unternehmen wollen deutlich mehr Sitzplätze bieten als bisher. Die Westfalenbahn plant laut bahnblogstelle.com die Anschaffung von 16 sechsteiligen Doppelstockzügen des Typs KISS MIX von Stadler, mit jeweils 630 Sitzplätzen. DB Regio setzt auf 34 vierteilige Doppelstockzüge vom Typ Eurocaravaggio von Hitachi mit je 370 Plätzen. Auf den Linien RE2 und RE3 sollen meist zwei Züge gekoppelt fahren, womit bis zu 740 Sitzplätze pro Fahrt zur Verfügung stehen – das ist deutlich mehr als aktuell.

Insgesamt kommen so 50 neue Fahrzeuge ins Spiel. Finanziert werden sie von den nordrhein-westfälischen Aufgabenträgern, gehen aber in deren Eigentum über und sollen für 30 Jahre im Einsatz bleiben. Auch die Ersatzteilversorgung und Wartung ist über zusätzliche Vereinbarungen mit den Herstellern langfristig abgesichert.

Ab wann geht’s los?

Ganz so schnell wird sich auf deiner Strecke aber noch nichts ändern. Die Betriebsaufnahme der neuen Verträge ist je nach Linie für Ende 2031 oder Ende 2032 geplant. Konkret sollen RE2, RE42 und RE45 im Dezember 2031 starten, RE3 und RE7 folgen dann im Dezember 2032. Die Verkehrsverträge selbst laufen bis 2046 – da ist also langfristig geplant worden.

Bevor es wirklich losgehen kann, muss aber noch eine gesetzliche Wartefrist von zehn Kalendertagen ablaufen, erst danach kann der finale Zuschlag erteilt werden. Bis zu den geplanten Startterminen bleiben auf den meisten Strecken zunächst die bisherigen Betreiber am Zug.

Was heißt das für dich als Pendler?

Gerade für alle, die zwischen Ruhrgebiet, Münsterland und dem Rheinland pendeln, könnte sich mit den neuen Doppelstockzügen einiges verbessern. Mehr Sitzplätze bedeuten vor allem zu den Stoßzeiten weniger Gedränge und Stehen im Gang. Ob sich dadurch auch Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit verbessern, bleibt erstmal abzuwarten – aber die Richtung stimmt schon mal.

Quellen


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