Essens neue Zentralbibliothek am Markt 5/6 ist eröffnet: Sechs Ebenen, 10.000 Quadratmeter und ein buntes Programm für Groß und Klein warten auf euch.
Samstag war’s endlich so weit: Essens neue Zentralbibliothek am Markt 5/6 hat ihre Türen geöffnet. Nach rund dreieinhalb Jahren Bauzeit ist mitten in der Innenstadt ein richtig krasses Kulturgebäude entstanden – sechs Ebenen, über 10.000 Quadratmeter, und laut Stadt Essen soll das Ganze die Innenstadt ordentlich beleben. Wie die WAZ berichtet, erhoffen sich die Verantwortlichen genau das: mehr Leben am Markt.
Um 13 Uhr hat Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen die neue Bib offiziell eröffnet. Mit dabei: Muchtar Al Ghusain, Beigeordneter für Jugend, Bildung und Kultur, und Katharina Beberweil, Direktorin der Stadtbibliothek Essen. Nach den offiziellen Worten ging’s direkt in den Trubel über – ab 14 Uhr lief das Programm durch alle Etagen, vom Erdgeschoss bis rauf auf Ebene 6 mit Blick über die ganze Stadt.
Die Stadt Essen hatte sich für die Eröffnung richtig was einfallen lassen. Autorinnen und Autoren haben aus ihren Büchern gelesen, es gab ein Familienkonzert, Urban Dance, Swing-Workshops und Live-Painting. Auf Ebene 0 spielte das Bremer Musikduo Zaches & Zinnober Mitmachlieder für alle zwischen vier und 99 Jahren, später gab’s einen Tanzworkshop mit LindyPott, bei dem die Grundschritte von Swing und Lindy-Hop gezeigt wurden.
Für die Kleinen war ebenfalls einiges geboten: Auf Ebene 1 gab’s eine Mitmachlesung mit Wimmelbild-Workshop von Autorin Constanze von Kitzing, später folgte eine Detektiv-Lesung mit Helene Blanck, bekannt für ihre „Die drei ??? Kids“-Geschichten. Auf Ebene 2 konnten Besucherinnen und Besucher das Spiel Marble Maze an einer interaktiven Videowand ausprobieren – und laut Stadt Essen bleibt das Game dauerhaft Teil der Bibliothek. Dort gab’s außerdem Lesungen von Tim Hendrik Walter, auf TikTok als „Herr Anwalt“ bekannt, und von Bastian Schlange vom Recherchezentrum CORRECTIV, der aus seinem Buch über Fake News und Desinformation vorlas.
Im Makerspace auf Ebene 3 durften Tüftler ab sechs Jahren mit dem Chaospott e.V. löten und erste Elektronik-Projekte bauen, während „Kunst im Koffer“ bunte Magnete zum Mitnehmen anbot. Auf Ebene 6 zeigte das Urban Dance Department ein Tanzbattle, und abends gab’s noch Lesungen, unter anderem von Christian Alt zum Podcast „Darwin gefällt das“.
Wer zwischendurch eine Pause brauchte, kam ebenfalls auf seine Kosten: Im Erdgeschoss eröffnete am gleichen Tag das Café „Xafé“, das künftig die Tagesgastronomie übernimmt. Auf Ebene 1 gibt’s einen Stillraum für Eltern, auf Ebene 3 Ruhezonen und kostenloses Leitungswasser. Und für alle, die ein Erinnerungsfoto wollten, stand eine Photobooth im Design der neuen Bibliothek bereit.
Wie t-online berichtet, lief das komplette Programm bis in den Abend – mit Lesungen, Workshops und Musik für wirklich jedes Alter. Essen zeigt damit: Eine Bibliothek muss heute viel mehr sein als nur ein Ort zum Bücherausleihen.
Während Essen also sein neues kulturelles Zuhause feiert, gibt’s auch anderswo in NRW frische Eröffnungen zu vermelden. So haben wir in einem früheren Beitrag berichtet, wie das neue ambulante OP-Zentrum in Duisburg eröffnet wurde – dort können Patientinnen und Patienten seitdem ambulant operiert werden, ohne im Krankenhaus übernachten zu müssen. Zwei völlig unterschiedliche Projekte, aber beide zeigen: In NRW tut sich gerade einiges, wenn’s um neue Angebote für die Menschen vor Ort geht.
Essens neue Zentralbibliothek ist mehr als nur ein neues Gebäude – sie soll laut Stadt Essen zum echten Treffpunkt für alle Essenerinnen und Essener werden. Mit Café, Ruhezonen, Makerspace und jeder Menge Programm ist am Markt 5/6 jetzt ein Ort entstanden, der weit über klassisches Bücherausleihen hinausgeht.
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