ICE kollidiert mit Oberleitung bei Eschweiler, 280 Fahrgäste evakuiert: Jetzt ist die Bahnstrecke Aachen–Stolberg wieder freigegeben für den Zugverkehr.
Der Sturm hat echt noch ein Nachspiel gehabt. Nachdem die Bahnstrecke zwischen Aachen und Stolberg schon wegen Sturmschäden gesperrt war, gab’s jetzt noch einen richtigen Schreckmoment obendrauf. Am Freitagnachmittag gegen 14 Uhr ist ein ICE zwischen Eschweiler und Stolberg mit einem Oberleitungskabel kollidiert, das wegen der Sturmschäden runterhing.1
Bei dem Zusammenstoß wurden sowohl der Zug als auch die Oberleitung beschädigt. Für die Fahrgäste bedeutete das erstmal: aussteigen und warten. Laut Bundespolizei mussten rund 280 Menschen aus dem ICE evakuiert werden.1 Stellt euch mal vor, ihr sitzt entspannt im Zug und dann heißt’s plötzlich: alle raus!
Bevor der ICE überhaupt abtransportiert werden konnte, musste er erstmal instand gesetzt werden. Danach ging’s dann mit einer Diesellok weiter zum Stolberger Bahnhof.1 Kein Spaß für alle Beteiligten, aber immerhin ist am Ende alles glimpflich ausgegangen.
Und jetzt kommt das, worauf viele Pendler gewartet haben: Die Bahn hat am Samstag gegen 12.40 Uhr mitgeteilt, dass die Strecke zwischen Aachen und Stolberg wieder für den Zugverkehr freigegeben ist.1 Nach den Reparaturarbeiten wegen der Sturmschäden und dem zusätzlichen Vorfall mit dem ICE konnte also doch noch alles rechtzeitig repariert werden.
Wer regelmäßig zwischen Aachen und Stolberg pendelt, kann also wieder aufatmen. Trotzdem lohnt sich immer ein Blick auf die aktuellen Verbindungen, bevor ihr losfahrt – gerade nach so einem turbulenten Wochenende kann es sein, dass hier und da noch kleinere Einschränkungen im Fahrplan auftauchen.
Der Vorfall zeigt mal wieder, wie empfindlich unser Bahnnetz auf Wetterextreme reagiert. Sturmschäden an Oberleitungen sind keine Seltenheit, aber dass es direkt zu einer Kollision mit einem fahrenden ICE kommt, ist schon eine andere Hausnummer. Zum Glück ist niemand ernsthaft zu Schaden gekommen, auch wenn die Evakuierung von 280 Personen sicher für Stress gesorgt hat.
Für alle, die die Strecke nutzen: Freut euch, dass es wieder rollt. Und falls ihr beim nächsten Sturm wieder Verspätungen oder Ausfälle erlebt – ihr wisst jetzt, warum die Bahn manchmal lieber auf Nummer sicher geht, bevor sie die Strecke wieder freigibt.
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