Das Klang Ensemble Köln lädt zum Herbstkonzert mit Weinberg und Tamara Lukasheva ein – bei freiem Eintritt im Altenberger Hof in Nippes am 15. November.
Lust auf ein Konzert, das Klassik und Jazz zusammenbringt – und das auch noch umsonst? Am 15. November um 17 Uhr lädt das Klang Ensemble Köln zum Herbstkonzert in den Altenberger Hof in Nippes ein, wie koeln.de berichtet. Auf dem Programm stehen Mieczysław Weinbergs 3. Symphonie und Auszüge aus dem Jazz-Album „Anima“ von Tamara Lukasheva. Zwei völlig unterschiedliche Werke, die aber beide tief in der Volksmusik verwurzelt sind und dabei alle Ländergrenzen überwinden.
Der Eintritt ist frei – besser geht’s eigentlich nicht, wenn man mal wieder Live-Musik erleben will, ohne vorher das Portemonnaie zu zücken.
Das Klang Ensemble Köln e.V. ist kein klassisches Profi-Orchester, sondern vereint ambitionierte Laienmusiker:innen. Deren Ziel: Freude am gemeinsamen Musizieren und musikalischer Anspruch sollen hier Hand in Hand gehen. Beim Herbstkonzert geht es laut koeln.de um musikalische Wurzeln, Verlust und Hoffnung – und um Musik als fruchtbaren Boden, auf dem Menschlichkeit wachsen kann. Klingt nach einem Abend, der mehr ist als nur schöne Töne.
Die ukrainische Sängerin und Komponistin Tamara Lukasheva ist beim Herbstkonzert als musikalische Partnerin mit dabei. Wer noch mehr von ihr hören will: Laut jazzstadt.de tritt sie bereits am 24. Oktober im LOFT in Köln-Ehrenfeld mit dem Folkloreensemble „Dyvyna“ auf, unter dem Titel „Seasons“. Dieses Ensemble wurde Ende 1998 an der Nationalen Universität Donezk gegründet und bestand dort bis zum Beginn der russischen Besatzung 2014. Heute lebt und musiziert das Ensemble geteilt zwischen Kyjiw und Köln.
Tamara Lukasheva selbst wurde laut jazzstadt.de bereits mehrfach ausgezeichnet: 2018 mit dem Jazzpreis der Stadt Köln, 2021 mit dem WDR Jazzpreis. Beim LOFT-Konzert kombiniert sie Stücke ihres aktuellen Albums „Seasons“ mit A-cappella-Stücken des Ensembles – die persönliche Sicht auf die Jahreszeiten trifft dabei auf eine uralte, über Generationen gewachsene Tradition.
Wer sich fragt, wo in Köln eigentlich die Jazz-Szene zu Hause ist: Das LOFT in Ehrenfeld ist dafür seit 1989 die erste Adresse. Untergebracht in der obersten Etage einer ehemaligen Parfümfabrik, hat sich der Ort laut jazzstadt.de zu einer geschätzten Bühne für improvisierte und zeitgenössische Musik sowie Jazz mit internationaler Ausstrahlung entwickelt. Zahlreiche Kölner Jazzmusiker:innen haben hier ihre ersten Karriereschritte gemacht. Das LOFT erhält seit 2009 jährlich die Spielstättenprogrammprämie NRW und wurde 2021 sowie 2023 beim Deutschen Jazzpreis als „Club/Spielstätte des Jahres“ ausgezeichnet.
Dass Köln musikalisch einiges zu bieten hat, zeigt auch ein Blick auf die Hochschule für Musik und Tanz Köln. Laut der Übersicht auf Wikipedia unterrichten dort zahlreiche Dozent:innen in den unterschiedlichsten Fachbereichen – von Dirigat über Jazz-Klavier bis hin zu zeitgenössischem Tanz. Die Stadt bietet damit ein breites musikalisches Fundament, auf dem Ensembles wie das Klang Ensemble Köln oder Künstlerinnen wie Tamara Lukasheva aufbauen können.
Das Herbstkonzert des Klang Ensembles Köln verspricht einen Abend, an dem Klassik und Jazz aufeinandertreffen und gemeinsam neue Töne finden. Wer am 15. November Zeit hat, kann sich im Altenberger Hof in Nippes bei freiem Eintritt selbst ein Bild davon machen. Und wer schon vorher Lust auf Tamara Lukashevas Musik bekommen hat, hat am 24. Oktober im LOFT die Gelegenheit dazu.
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