Polizei im Kreis Höxter braucht über neun Minuten bis zum Einsatzort – jetzt soll sich das ändern. Alle Hintergründe und neue Infos zum Thema findet ihr hier.
Erinnert ihr euch noch? Wir hatten in einem früheren Beitrag schon berichtet, dass die Polizei im Kreis Höxter ziemlich lange braucht, bis sie bei einem Notruf vor Ort ist. Jetzt gibt’s ein Update dazu – und die Zahl ist immer noch krass: Neun Minuten und acht Sekunden dauert es im Schnitt, bis die Polizei eintrifft, wenn der Täter noch am Tatort ist. Damit ist Höxter trauriger Spitzenreiter in ganz NRW.1
Klingt erstmal heftig, oder? Aber bevor ihr jetzt in Panik verfallt: Diese besonders kritische Kategorie betrifft tatsächlich nur rund 30 Einsätze pro Jahr. Das heißt, wir reden hier nicht von der Masse der Polizeieinsätze, sondern von einem sehr speziellen und seltenen Fall. Und noch wichtiger: In keinem einzigen dieser Fälle wurde laut Polizei jemand durch die längere Anfahrtszeit gefährdet.1
Zur Einordnung: Insgesamt rückt die Polizei im Kreis Höxter monatlich zu rund 3.000 Einsätzen aus, viele davon sind Unfälle, wie zum Beispiel bei Bad Driburg. Die neun Minuten beziehen sich also wirklich nur auf einen kleinen, besonders zeitkritischen Ausschnitt des Alltags.1
Schon in unserem letzten Beitrag hatten wir aufgedeckt, dass Polizeichef Karsten Koutsky mit den aktuellen Reaktionszeiten alles andere als zufrieden ist. Seine Begründung: Bei Einbrüchen oder Bränden zählt jede Minute. Die längeren Anfahrtswege hängen vor allem mit der ländlichen Geografie und der Verteilung der Polizeiwachen zusammen – ein Problem, das übrigens nicht nur Höxter betrifft, sondern auch andere Regionen in Ostwestfalen-Lippe zu kämpfen haben.2
Dazu kommt: Die Kriminalität steigt, unter anderem gibt es mehr Autodiebstähle in der Region. Das macht eine schnelle Reaktionszeit natürlich umso wichtiger.2
Die gute Nachricht: Die Polizei im Kreis Höxter will an der Situation arbeiten und schneller werden. Im Fokus steht dabei vor allem eine bessere Verteilung der vorhandenen Ressourcen, damit Einsatzkräfte künftig schneller da sind, wo sie gebraucht werden.2
Klar ist: Eine Mega-Lösung von heute auf morgen gibt’s bei so einem strukturellen Problem nicht. Aber dass das Thema jetzt offiziell angegangen wird, ist schon mal ein wichtiger Schritt. Wir bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden, ob sich die Lage im Kreis Höxter tatsächlich verbessert.
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