Bei einem schweren Bahnunfall in Essen-Katernberg wurde ein Gleisarbeiter von einem ICE erfasst und starb, eine weitere Person wurde schwer verletzt.
In der Nacht zum Montag ist es in Essen-Katernberg zu einem schweren Bahnunfall gekommen. Die Feuerwehr Essen wurde am späten Sonntagabend um 23:11 Uhr zu einem Unfall im Bereich der Grundstraße gerufen.1 Dort war eine sechsköpfige Gruppe von Gleisarbeitern auf offener Strecke unterwegs, als zwei der Mitarbeiter von einem ICE erfasst wurden.1
Für eine der beiden Personen kam jede Hilfe zu spät, die Einsatzkräfte konnten nur noch den Tod feststellen. Die zweite Person wurde schwer verletzt und musste von der Feuerwehr mithilfe einer Drehleiter aus dem Gleisbereich gerettet werden. Anschließend wurde sie an den Rettungsdienst übergeben und in ein Krankenhaus gebracht.1
Weil so ein Einsatz natürlich an die Substanz geht, waren direkt drei Notfallseelsorger aus Essen und Mülheim vor Ort, um betroffene Personen zu betreuen. Auch der Triebfahrzeugführer des ICE wurde von einem Notfallseelsorger begleitet, denn so ein Erlebnis vergisst man nicht einfach so. Ein Fachberater des Deutschen Roten Kreuzes unterstützte zusätzlich dabei, einzuschätzen, wer wie viel Betreuung braucht.1
Für die Erkundung der Einsatzstelle kam sogar ein Hubschrauber der Bundespolizei zum Einsatz, der das Gebiet aus der Luft absuchte.1 Am Boden waren zahlreiche Kräfte der Berufsfeuerwehr Essen sowie der Freiwilligen Feuerwehr Essen-Katernberg im Einsatz, dazu der Rettungsdienst, die Bundespolizei, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn und die DRK-Fachberater.1 Insgesamt dauerte der Einsatz der Feuerwehr rund zwei Stunden.1
Zu den genauen Umständen, wie es zu dem Unfall kommen konnte, macht die Feuerwehr aktuell keine Angaben.1 Das ist bei solchen Ereignissen erstmal normal, schließlich müssen zuerst die zuständigen Stellen den Hergang aufarbeiten.
So ein Vorfall zeigt mal wieder, wie gefährlich die Arbeit auf offenen Gleisstrecken sein kann und wie wichtig eine gute psychologische Betreuung für alle Beteiligten ist – egal ob für die Einsatzkräfte, die Angehörigen oder eben auch den Triebfahrzeugführer, der in so einer Situation völlig unverschuldet mit reingezogen wird. Wir von Antenne NRW wünschen der verletzten Person eine gute Genesung und sprechen den Angehörigen der verstorbenen Person unser Beileid aus.
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