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400 Kilo Schlachtabfälle im Further Moor: Ekelfund sorgt für Entsetzen in Langenfeld
28. Oktober 2026

400 Kilo Schlachtabfälle im Further Moor entdeckt: Die Stadt Langenfeld musste den Ekelfund aufwendig entsorgen und lobt jetzt 500 Euro Belohnung aus.

Illegale Müllkippe mitten im Naturschutzgebiet

Richtig eklig wird’s gerade in Langenfeld: Im Naturschutzgebiet Further Moor haben Mitarbeitende der Stadt knapp 20 Plastiksäcke mit insgesamt etwa 400 Kilo Schlachtabfällen entdeckt. Wer denkt, da war jemand einfach nur faul beim Mülltrennen, liegt komplett daneben – das hier ist illegale Entsorgung im großen Stil, und zwar genau da, wo eigentlich Tiere und Pflanzen geschützt werden sollen.

Aufwendige Bergung mit Radlader und Schutzkleidung

Das Referat Ordnung der Stadt Langenfeld musste am Dienstagmorgen ran und ein Spezialunternehmen engagieren, um den Dreck wieder loszuwerden. Referatsleiter Oliver Konsierke berichtet, dass es schon schwierig war, überhaupt einen Dienstleister zu finden, der bereit war, die ekelerregenden Funde zu bergen. Kein Wunder, wenn man sich anschaut, wie die Aktion ablief: Mit einem Radlader wurden die Säcke aufgenommen, ein Schädlingsbekämpfer in voller Schutzkleidung hat sie anschließend vor Ort sicher in Plastiktonnen verpackt. Danach ging’s direkt in die Sondermüllverbrennung. Der Verwesungszustand der Tierkadaver war laut Stadt bereits weit fortgeschritten.

Und das ist nicht nur eine Geschmacksfrage. Konsierke macht klar, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Abfälle kontaminiert sind. Fleischabfälle und falsch entsorgtes Fleisch bergen nämlich ein echtes Infektions- und Gesundheitsrisiko durch Krankheitserreger oder Parasiten. Deswegen musste hier mit richtig viel Vorsicht gearbeitet werden.

10.000 Euro Schaden für die Stadt

Die ganze Aktion war von Dirk Heinrichs, dem städtischen Abfallberater, zusammen mit Konsierke koordiniert worden. Heinrichs rechnet vor, dass der Schaden für die Stadt bei rund 10.000 Euro liegt – und das Geld muss Langenfeld erstmal vorfinanzieren, bevor überhaupt klar ist, wer dafür verantwortlich ist.

Genau deshalb hat Bürgermeister Gerold Wenzel jetzt eine Belohnung von 500 Euro für sachdienliche Hinweise ausgelobt, die zur Ermittlung der oder des Verantwortlichen führen. Wer also was weiß, kann sich beim Referat Ordnung unter der Telefonnummer 02173 794 2300 oder per Mail an ordnung@langenfeld.de melden. Führen die Hinweise tatsächlich zur Aufklärung, wird die Belohnung ausgezahlt. Strafanzeige wurde von der Stadt bereits erstattet.

Was bleibt

Der Fall zeigt mal wieder, wie teuer und aufwendig illegale Müllentsorgung für Städte und letztlich für alle sein kann. Wie die Rheinische Post berichtet, musste Langenfeld die rund 400 Kilo Schlachtabfälle aufwendig entsorgen lassen – ein Vorgang, der nicht nur ekelhaft, sondern auch richtig kostspielig war. Ob die Verantwortlichen am Ende gefunden werden, bleibt abzuwarten. Bis dahin hofft die Stadt auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Quellen


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