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Nach tödlichem Motorrad-Unfall in Vingst: Bordstein bleibt, aber mehr Sicherheit kommt
28. Oktober 2026

Nach dem tödlichen Motorrad-Unfall in Köln-Vingst reagiert Straßen.NRW: Bordstein bleibt, doch neue Sicherheitsmaßnahmen sollen weitere Unfälle verhindern.

Das Drama an der Ausfahrt Vingst

Erinnert ihr euch noch an den schlimmen Unfall auf der östlichen Zubringerstraße (L124) in Köln-Vingst? Im Sommer ist dort ein 35-jähriger Motorradfahrer ums Leben gekommen, als er beim Spurwechsel kurz vor der Ausfahrt eine Bordsteinkante überfuhr, die Kontrolle verlor und gegen einen Baum geschleudert wurde.1 Jetzt gibt’s Neuigkeiten dazu, denn die Kölner Unfallkommission hat sich die Stelle genau angeschaut – und zieht Konsequenzen.

Bordstein bleibt – aber warum eigentlich?

Viele haben sich gefragt, ob der Bordstein einfach überflüssig ist und man ihn entfernen könnte. Straßen.NRW hat das tatsächlich geprüft, aber das Ergebnis ist klar: Der Bordstein bleibt stehen.1 Der Grund ist simpel, aber wichtig: Er sorgt für eine ordentliche Entwässerung der Straße. Würde man ihn abbauen, würde das Regenwasser über alle vier Fahrstreifen abfließen – das würde die Verkehrssicherheit eher verschlechtern als verbessern. Gerade bei Aquaplaning oder Glätte im Winter spielt die Entwässerung eine riesige Rolle.1

Aber: Die Unfallkommission hat den Bordstein trotzdem klar als Gefahrenquelle identifiziert.1 Der Grund dafür ist nicht der Bordstein an sich, sondern dass er bei höherer Geschwindigkeit einfach schwer zu erkennen ist. Und genau das hat laut Einschätzung der Experten eine relevante Rolle beim Unfallverlauf gespielt.

Was sich jetzt an der Unfallstelle ändert

Damit sowas nicht nochmal passiert, hat Straßen.NRW direkt nach dem Unfall erstmal Warnbaken aufgestellt.1 Das war aber nur der erste Schritt. Jetzt kommt mehr:

  • Die Warnbaken werden durch feste Leitschwellen mit Fähnchen ersetzt – das soll die Aufmerksamkeit der Autofahrer nochmal extra schärfen
  • Die Fahrbahnmarkierung wird aufgefrischt und soll verlängert werden
  • Dafür braucht’s allerdings noch die offizielle Anordnung der Straßenverkehrsbehörde

Am 18. November steht das Thema übrigens nochmal auf der Agenda der Kölner Unfallkommission – da wird’s also weitergehen.1

Auch andere Ausfahrten kommen jetzt auf den Prüfstand

Richtig spannend wird’s, wenn man sich anschaut, was Straßen.NRW aus dem Fall mitnimmt. Der Unfall hat nämlich den Blick auf ähnliche bauliche Situationen an anderen Ausfahrten geschärft.1 Das heißt: Bei den laufenden Kontrollen wird jetzt noch genauer hingeschaut, ob es vergleichbare Gefahrenstellen gibt. Ein wichtiger Schritt, damit sich sowas nicht an anderer Stelle wiederholt.

Eine Zeugin blickt zurück

Didem Ergül war live dabei, als der Unfall passierte. Für sie ist die Reaktion der Behörden eine echte Erleichterung. Klar, der Tod des Motorradfahrers lässt sich dadurch nicht ungeschehen machen – aber zu wissen, dass daraus Konsequenzen gezogen werden, gibt ihr trotzdem ein gutes Gefühl.1 Besonders wichtig war ihr, dass auch andere Ausfahrten überprüft werden – und genau das passiert jetzt ja auch.

Was bleibt

Der Fall zeigt mal wieder: Manchmal braucht’s leider einen tragischen Unfall, damit Gefahrenstellen wirklich ernst genommen werden. Immerhin reagiert Straßen.NRW jetzt mit konkreten Maßnahmen – von den Leitschwellen bis zur erweiterten Kontrolle anderer Ausfahrten. Bleibt zu hoffen, dass dadurch in Zukunft Leben gerettet werden können.

Quellen

  1. Tödlicher Unfall an Bordstein: Motorradfahrer stirbt in Köln – so reagiert Straßen.NRW


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