Nach dem tödlichen Motorrad-Unfall in Köln-Vingst reagiert Straßen.NRW: Bordstein bleibt, doch neue Sicherheitsmaßnahmen sollen weitere Unfälle verhindern.
Erinnert ihr euch noch an den schlimmen Unfall auf der östlichen Zubringerstraße (L124) in Köln-Vingst? Im Sommer ist dort ein 35-jähriger Motorradfahrer ums Leben gekommen, als er beim Spurwechsel kurz vor der Ausfahrt eine Bordsteinkante überfuhr, die Kontrolle verlor und gegen einen Baum geschleudert wurde.1 Jetzt gibt’s Neuigkeiten dazu, denn die Kölner Unfallkommission hat sich die Stelle genau angeschaut – und zieht Konsequenzen.
Viele haben sich gefragt, ob der Bordstein einfach überflüssig ist und man ihn entfernen könnte. Straßen.NRW hat das tatsächlich geprüft, aber das Ergebnis ist klar: Der Bordstein bleibt stehen.1 Der Grund ist simpel, aber wichtig: Er sorgt für eine ordentliche Entwässerung der Straße. Würde man ihn abbauen, würde das Regenwasser über alle vier Fahrstreifen abfließen – das würde die Verkehrssicherheit eher verschlechtern als verbessern. Gerade bei Aquaplaning oder Glätte im Winter spielt die Entwässerung eine riesige Rolle.1
Aber: Die Unfallkommission hat den Bordstein trotzdem klar als Gefahrenquelle identifiziert.1 Der Grund dafür ist nicht der Bordstein an sich, sondern dass er bei höherer Geschwindigkeit einfach schwer zu erkennen ist. Und genau das hat laut Einschätzung der Experten eine relevante Rolle beim Unfallverlauf gespielt.
Damit sowas nicht nochmal passiert, hat Straßen.NRW direkt nach dem Unfall erstmal Warnbaken aufgestellt.1 Das war aber nur der erste Schritt. Jetzt kommt mehr:
Am 18. November steht das Thema übrigens nochmal auf der Agenda der Kölner Unfallkommission – da wird’s also weitergehen.1
Richtig spannend wird’s, wenn man sich anschaut, was Straßen.NRW aus dem Fall mitnimmt. Der Unfall hat nämlich den Blick auf ähnliche bauliche Situationen an anderen Ausfahrten geschärft.1 Das heißt: Bei den laufenden Kontrollen wird jetzt noch genauer hingeschaut, ob es vergleichbare Gefahrenstellen gibt. Ein wichtiger Schritt, damit sich sowas nicht an anderer Stelle wiederholt.
Didem Ergül war live dabei, als der Unfall passierte. Für sie ist die Reaktion der Behörden eine echte Erleichterung. Klar, der Tod des Motorradfahrers lässt sich dadurch nicht ungeschehen machen – aber zu wissen, dass daraus Konsequenzen gezogen werden, gibt ihr trotzdem ein gutes Gefühl.1 Besonders wichtig war ihr, dass auch andere Ausfahrten überprüft werden – und genau das passiert jetzt ja auch.
Der Fall zeigt mal wieder: Manchmal braucht’s leider einen tragischen Unfall, damit Gefahrenstellen wirklich ernst genommen werden. Immerhin reagiert Straßen.NRW jetzt mit konkreten Maßnahmen – von den Leitschwellen bis zur erweiterten Kontrolle anderer Ausfahrten. Bleibt zu hoffen, dass dadurch in Zukunft Leben gerettet werden können.
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