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Fridays for Future Aachen löst sich nach sieben Jahren Protest auf
28. Oktober 2026

Fridays for Future Aachen beendet nach sieben Jahren Protest seine Arbeit. Am 13. November findet die letzte Demonstration am Hauptbahnhof statt.

Letzte Demo am 13. November

Nach Jahren voller Klimaproteste ist bald Schluss: Fridays for Future Aachen beendet seine Arbeit. Das hat die Ortsgruppe auf Instagram bekannt gegeben. Am 13. November soll noch einmal demonstriert werden, danach stellt die Gruppe ihre Aktivitäten endgültig ein. Wie aachen.t-online.de berichtet, startet die letzte Demo um 16 Uhr am Aachener Hauptbahnhof.

Als Grund für das Aus nennt die Gruppe sinkende Teilnehmerzahlen bei den Demos und Probleme im Organisationsteam. Mitglieder wechseln häufig, Nachwuchs fehlt. Laut der Aktivisten sei die Entscheidung angesichts der Klimakrise alles andere als leicht gefallen.

Von 50 Leuten beim Frühstück bis zu Zehntausenden auf der Straße

Dabei fing alles ziemlich klein an: Am 14. Dezember 2018 ging Fridays for Future in Aachen zum ersten Mal an den Start, mit einem Protestfrühstück und einem Demonstrationszug durch die Innenstadt. Rund 50 Menschen waren damals dabei.

Ihren Höhepunkt erreichte die Bewegung ein halbes Jahr später. Beim Zentralstreik am 21. Juni 2019 zogen mehrere Demonstrationszüge durch Aachen bis zum Tivoli. Die Polizei zählte rund 20.000 Teilnehmer, die Veranstalter sprachen sogar von 40.000 Menschen aus 17 Nationen. Damit zählte die Kundgebung zu den größten Demonstrationen in der Geschichte der Stadt.

Beteiligung ging über die Jahre zurück

Danach ging es bergab mit den Teilnehmerzahlen. Während 2019 noch fast jede Woche Schulstreiks stattfanden, bremste die Corona-Pandemie 2020 und 2021 die Proteste merklich aus. Zwischen 2022 und 2024 gab es zwar noch größere Demos, allerdings in immer größeren Abständen.

Beim Gasaktionstag am 24. April 2026 kamen nach Angaben von Fridays for Future noch rund 500 Menschen zum Aachener Hauptbahnhof. Im August versuchte die Ortsgruppe dann noch mit einer Instagram-Kampagne, neue Mitstreiter zu gewinnen. Laut den Aachener Aktivisten ist der Rückgang der Beteiligung übrigens kein rein lokales Problem – auch andere Ortsgruppen bundesweit kämpfen demnach mit ähnlichen Schwierigkeiten.

Reaktionen auf Instagram

Die Ankündigung des Endes sorgte online für Gesprächsstoff. Unter dem Instagram-Post der Gruppe äußerten zahlreiche Aachener Bedauern über die Entscheidung, wie aachen.t-online.de berichtet.

Ein Blick auf die Region

Während sich Fridays for Future aus Aachen zurückzieht, bleibt die Stadt weiterhin Schauplatz von Protesten: Am 31. Oktober ruft die Initiative „Gen Z regelt das“ in mehr als 20 deutschen Städten, darunter auch Aachen, zu Demonstrationen auf. Das berichtet BRF Nachrichten. Ob sich daraus eine neue, dauerhafte Protestbewegung in der Stadt entwickelt, bleibt abzuwarten – klar ist aber: Nach dem 13. November wird es die Aachener Fridays-for-Future-Gruppe, wie man sie seit 2018 kannte, nicht mehr geben.

Quellen


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