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Krawalle nach GenZ-Protesten: Über 100 Polizisten verletzt in Frankfurt und Köln
2. November 2026

Nach GenZ-Protesten eskaliert die Lage in Frankfurt und Köln: Über 100 Polizisten verletzt, Plünderungen, scharfe Reaktionen von Dobrindt und der Politik.

Was in Frankfurt und Köln eskaliert ist

Was als friedlicher Protest von Zehntausenden jungen Menschen gestartet ist, ist am Samstagabend in Frankfurt und Köln komplett aus dem Ruder gelaufen. Die Initiative „Gen Z regelt“ hatte bundesweit in mehr als 30 Städten zu Demos aufgerufen – mit Forderungen nach mehr Geld für Schulen, sozialer Gerechtigkeit, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten und mehr Klimaschutz.1 Tagsüber lief das auch größtenteils friedlich ab. Aber dann wurde es nachts richtig heftig.

Die Bilanz: Verletzte, Festnahmen, zerstörte Läden

In Frankfurt wurden laut dem hessischen Innenminister Roman Poseck mehr als 100 Polizeikräfte verletzt, darunter ein Beamter, der nach einem Steinwurf ins Gesicht Zähne verloren hat.1 Die Polizei war mit bis zu 1300 Kräften im Einsatz und hat 54 Personen festgenommen – im Alter zwischen 13 und 29 Jahren. 17 Geschäfte wurden beschädigt, fünf sogar geplündert.1 Poseck geht davon aus, dass die Polizei es mit 1000 bis 1500 gewaltbereiten Störern zu tun hatte, überwiegend aus einem migrantischen Milieu. Der Einsatzleiter Erik Hessenmüller ergänzte, dass es unter den Gewaltbereiten auch Bezüge zum Pro-Palästina-Spektrum gegeben habe.1

Auch in Köln ist die Lage gekippt: 23 Beamte wurden verletzt, mehrere Verdächtige in Gewahrsam genommen und fünf Polizeiautos beschädigt. Sogar Feuerwehrleute wurden bei Löscharbeiten attackiert.1 Die Polizei spricht von „größeren randalierenden Personengruppen von Jugendlichen und jungen Männern“, die ab Mitternacht durch die Innenstadt und andere Stadtteile gezogen sind. E-Scooter wurden zu Barrikaden umfunktioniert, Vermummte warfen mit Glasflaschen, Steinen und Knallkörpern auf die Einsatzkräfte, die mit Wasserwerfern reagierten.1 Zu den eigentlichen GenZ-Demonstranten soll es laut aktuellem Stand keinen Bezug geben.

Dobrindt zeigt mit dem Finger – Politik reagiert geschockt

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat schnell zwei Gruppen als Verantwortliche ausgemacht: „Gewaltbereite linke Gruppen und Chaoten aus dem migrantischen Milieu haben gestern Abend die friedlichen Demonstrationen vom Nachmittag gekapert“, so der CSU-Politiker. Er kündigte an, dass Randalierer und Plünderer identifiziert und zur Rechenschaft gezogen werden – „harte Strafen“ sollen folgen.1 Gleichzeitig lobte er die Polizei: Dank des Einsatzkonzepts mit massiver Präsenz seien „Gewaltexzesse wie in Paris“ verhindert worden.1

Auch aus Hessen kommen klare Worte. Ministerpräsident Boris Rhein zeigte sich schockiert und kündigte Konsequenzen an: „Wer sich so verhält wie die Angreifer in der Frankfurter Innenstadt, stellt sich außerhalb unserer Gesellschaft.“1 CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann findet es traurig, dass friedlicher Protest kaum mehr möglich sei, und spricht von einer für sie unerklärlichen „zerstörerischen Wut gegen das Land, in dem man lebt“.1 Grünen-Chefin Franziska Brantner verurteilte die Ausschreitungen ebenfalls, betonte aber gleichzeitig, dass Gewalt dem „berechtigten Anliegen“ der friedlichen Demonstranten schade – die Bundesregierung müsse auf die Botschaft der jungen Leute reagieren.1

„Gen Z regelt“ distanziert sich klar

Die Initiative selbst will mit den nächtlichen Ausschreitungen nichts zu tun haben. Ein Sprecher sagte: „Was nach dem Ende der Kundgebungen passiert ist, darauf hatten wir keinen Einfluss.“1 Auf Instagram distanzierte sich „Gen Z regelt“ von „jeglicher Form der Gewalt sowie von gewalttätigen Handlungen anderer Gruppen oder Einzelpersonen“, die nicht Teil der Demos waren. Ihr Statement: „Gewalt war und ist niemals Teil unserer Bewegung.“1

Wie geht’s jetzt weiter?

Trotz der Eskalation plant die Initiative schon den nächsten großen Auftritt: Am 20. November will sie sich an europaweiten Protesten beteiligen, die Demos vom Samstag waren laut eigener Aussage nur der erste Schritt.1 Für diesen Tag hat auch ein breites Bündnis zu einem Internationalen Jugendstreiktag aufgerufen – allerdings ohne die Bundesschülerkonferenz, die sich wegen „unklarer Organisationsstrukturen“ bereits vorher von „Gen Z regelt“ distanziert hatte.1 Ob die nächste Protestwelle friedlicher abläuft, bleibt abzuwarten. Fest steht: Das Thema wird NRW und ganz Deutschland definitiv weiter beschäftigen.

Quellen

  1. Krawalle in Frankfurt und Köln: Mehr als 100 verletzte Polizisten – Dobrindt macht Linke und „Chaoten aus migrantischem Milieu“ verantwortlich


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