A565: Bonner Nordbrücke ab 9. Februar 2026 für Lkw gesperrt – Auswirkungen auf Umwege, Kosten & Verkehr.
Seit dem 9. Februar 2026 gilt eine dauerhafte Sperrung der Bonner Nordbrücke (Friedrich-Ebert-Brücke) auf der Autobahn A565 für Lkw mit über 7,5 Tonnen. Diese Maßnahme trifft eine zentrale Verkehrsachse in Nordrhein-Westfalen und sorgt für spürbare Auswirkungen, insbesondere im Transport- und Logistiksektor. Umwege, längere Fahrzeiten und höhere Betriebskosten sind die Folgen.
Die Bonner Nordbrücke, eines der wichtigsten Bauwerke für den regionalen Verkehr über den Rhein, darf seit dem 9. Februar 2026 von schweren Lkw nicht mehr befahren werden. Die Einschränkung gilt für alle Fahrzeuge über 7,5 Tonnen und wurde als dauerhafte Maßnahme ausgesprochen. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit angesichts erheblicher Mängel der Brücke zu gewährleisten (Trans.info).
Täglich passieren rund 100.000 Fahrzeuge die Nordbrücke, darunter etwa acht Prozent Lkw. Vor dem Hintergrund struktureller Defizite und erheblicher baulicher Schäden bleibt die Brücke für den Schwerverkehr ab sofort gesperrt. Laut dem Branchenverband Landesverband Verkehrswirtschaft und Logistik sind davon etwa 8.000 Lkw-Fahrer täglich betroffen. Ausweichrouten führen vorrangig über den stark belasteten Kölner Autobahnring oder durch das Bonner Stadtgebiet.
Die Nordbrücke in Bonn stammt aus den 1960er-Jahren und ist der aktuellen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen. Jüngste Prüfungen ergaben gravierende Mängel, weshalb die Autobahn GmbH des Bundes die Sperrung für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen angeordnet hat. Das Lkw-Verbot könnte bis zum Bau einer neuen Brücke bestehen bleiben. Ein Abschluss der Arbeiten an einer neuen Querung wird erst nach 2030 erwartet.
Für die Verkehrswirtschaft in Nordrhein-Westfalen bedeutet die Sperrung erhebliche Mehrkosten und operative Herausforderungen. Umleitungen über das ohnehin ausgelastete Straßennetz sorgen für längere Fahrzeiten, erhöhten Kraftstoffverbrauch und ein höheres Risiko von Lieferverzögerungen. Die ohnehin angespannte Situation auf dem Kölner Autobahnring könnte sich weiter verschärfen.
Nach Einschätzung der Autobahn GmbH des Bundes und lokaler Behörden werden die Probleme für den Schwerlastverkehr über den Rhein mittelfristig weiterhin bestehen. Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer fordert bereits eine beschleunigte Sanierung und den raschen Neubau der Brücke. Bis dahin bleibt Logistikunternehmen nur, alternative Routen zu planen und Zeitpuffer einzukalkulieren.
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