Foto wurde mit
KI generiert
THM spendet Blockheizkraftwerk an die Ukraine: Unterstützung für den Winter
11. April 2026

THM spendet Blockheizkraftwerk an die Ukraine: So hilft moderne Energie-Technik im vierten Kriegswinter.

Worum es geht

Die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) hat ihr ausgemustertes, aber voll funktionsfähiges Blockheizkraftwerk (BHKW) als Spende in die Ukraine geschickt. Ziel ist es, die Energieversorgung während des mittlerweile vierten Kriegswinters zu verbessern. Die Aktion wurde ehrenamtlich organisiert und auch durch das hessische Innenministerium finanziell unterstützt.

Die wichtigsten Fakten

An einem kühlen Morgen im Oktober 2025 wurde das mehr als 3,5 Tonnen schwere BHKW am THM-Campus in Friedberg auf einen LKW mit ukrainischem Kennzeichen verladen und wenige Tage später in der Ukraine entladen. Das BHKW, rund 20 Jahre im Einsatz und mit einer Leistung von etwa 500 kW, wurde von einem MAN-Motor angetrieben. Es hatte zuvor den Campus mit Strom und Wärme versorgt, war aber im Zuge der Energiewende und der angestrebten CO2-Neutralität des Landes Hessen außer Betrieb genommen worden.

Hintergrund der Spende

Die Einbindung eines gebrauchten, aber noch nutzbaren BHKW in die Ukraine wurde nach dem Vorbild der Universität Kassel organisiert, die bereits im Mai ein Blockheizkraftwerk gespendet hatte. Die Durchführung in Friedberg lag federführend bei Heinz W. Jordan, der bereits über 15 BHKWs in die Ukraine vermittelt hat – oftmals gefördert durch das hessische Innenministerium. Der Transport und die projektbezogene Organisation erfolgten unter Beteiligung des ukrainischen Generalkonsuls Vadym Kostiuk.

Einbindung des THM-Teams

Die Aktion wurde maßgeblich durch das Facility Management und die Handwerker vor Ort unterstützt. Professor Dirk Metzger, Vizepräsident für strategische Bauplanung, betonte den Einsatz aller Beteiligten, die das schwere Aggregat ohne externe Hilfe aus dem Gebäude schafften. Das BHKW wird in einer Kleinstadt im Großraum Lviv installiert. Aus Sicherheitsgründen werden jedoch keine genaueren Standorte genannt.

Einordnung für NRW

Auch für Hochschulstandorte in Nordrhein-Westfalen ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie technische Infrastruktur, die im Zuge der Energiewende ausgemustert wird, sinnvoll gespendet werden kann. Es zeigt, wie Hochschulen auf lokaler Ebene mit internationaler Solidarität und Engagement konkrete Hilfe in Krisensituationen leisten können.

Wie geht es weiter?

Der alte Standort des BHKW an der THM in Friedberg bleibt nicht lange ungenutzt. In den kommenden Monaten wird dort eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert, die rund 75 Prozent des Wärmebedarfs abdecken wird. Die Hochschule signalisiert Bereitschaft zur weiteren Unterstützung für die Ukraine und betont, dass beim Wiederaufbau gerne erneut geholfen wird.

Quellen

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

© 2026 The Radio Group Holding GmbH

Newsletter

Wir informieren dich regelmäßig über aktuelle Nachrichten, Staus und wichtigen Themen - ohne Dich zu nerven! 

Deine Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuche es erneut.
Deine Anmeldung war erfolgreich.