Im Kreis Minden-Lübbecke wurde erneut eine Seniorin Opfer eines Betrugs durch Schockanruf.
Im Kreis Minden-Lübbecke haben Kriminelle erneut gezielt lebensältere Menschen angesprochen. Am Montagabend erhielt eine Seniorin in Minderheide einen sogenannten Schockanruf. In diesem wurde sie von einer angeblichen Angehörigen informiert, dass diese einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Um schwerwiegende Konsequenzen zu vermeiden, sei eine erhebliche Bargeldsumme notwendig, wurde ihr von einer weiteren Person, die sich als Polizistin ausgab, mitgeteilt. Das Betrüger-Duo kommunizierte dabei ausschließlich in russischer Sprache.
Die Seniorin glaubte den Ausführungen der Anruferinnen und kam gegen 21 Uhr der Aufforderung zur Geldübergabe nach, bei der ein Kurier das Geld entgegennahm. Erst später wurde ihr klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Der Abholer wurde wie folgt beschrieben: etwa 30 Jahre alt, zwischen 160 und 170 cm groß, mit dunklen Haaren und einem 3-Tage-Bart, bekleidet mit einem roten Pullover. Es könnte sich um ein Taxi mit blauer Aufschrift gehandelt haben, das in den Straßen Am Schäferfeld, Liegnitzstraße, Hohenfriedbergweg oder Seydlitzstraße im Einsatz war.
Die Polizei rät eindringlich, keine persönlichen Informationen an unbekannte Anrufer weiterzugeben und in solchen Fällen sofort das Telefonat zu beenden. Bei bereits eingetretenen Schädigungen sollte der Notruf 110 gewählt werden. Zudem wird empfohlen, ältere Angehörige über Betrugsmaschen aufzuklären.
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