In Krefeld läuft ein Prozess um Steuerhinterziehung. Über 15 Millionen Euro Schaden stehen im Raum.
Am Landgericht Krefeld läuft ein großer Prozess um mutmaßlichen Steuerbetrug mit internationaler Beteiligung. Die Staatsanwaltschaft wirft den neun Angeklagten einen Steuerschaden von mehr als 15 Millionen Euro vor.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Firmen aus Krefeld und Düsseldorf. Die Angeklagten sollen über ein komplexes System bei Metallgeschäften – insbesondere mit Kupfer – Umsatzsteuer nicht abgeführt, aber trotzdem zurückgefordert haben. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehr als 15 Millionen Euro. Die Verhandlung ist bis Mitte Juli angesetzt. (Welle Niederrhein)
Vor dem Landgericht stehen insgesamt neun Beschuldigte. Sie stammen aus verschiedenen Ländern, darunter Deutschland, Frankreich und Dänemark. Im Zentrum der Ermittlungen stehen Unternehmen aus Krefeld und Düsseldorf, denen vorgeworfen wird, ein ausgeklügeltes Betrugssystem aufgebaut zu haben.
Laut Anklage wurden Metalle wie Kupfer über mehrere Zwischenhändler verkauft. Bei diesen Geschäften führten die Beteiligten die fällige Umsatzsteuer nicht ans Finanzamt ab. Stattdessen beantragten sie Rückerstattungen. Dadurch entstand dem Fiskus ein hoher Schaden.
Solche Formen des Mehrwertsteuerbetrugs treffen NRW immer wieder – vor allem durch den intensiven Industriestandort und die wirtschaftliche Verflechtung ins Ausland. Der aktuelle Fall am Landgericht Krefeld unterstreicht erneut, wie groß der Handlungsbedarf bei der Bekämpfung von Umsatzsteuerbetrug ist.
Die Verhandlung soll bis Mitte Juli laufen. Das Verfahren verdeutlicht, dass Steuerhinterziehung in dieser Größenordnung weiterhin ein großes Thema bleibt und die Justiz entsprechende Ressourcen einsetzt.
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