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250 Aufführungen weltweit: „Trashedy
1. August 2026

Das Kölner Tanztheaterstück „Trashedy

Ein Kölner Stück erobert die Welt

Japan, Argentinien, Südkorea, Island – klingt nach einer ziemlich krassen Welttournee, oder? Genau das ist „Trashedy“, das Tanztheaterstück der Kölner „performing:group“, bereits geworden. Und jetzt steht das nächste große Highlight an: die 250. Aufführung! Am 11. und 12. September feiert das preisgekrönte Stück sein Jubiläum in den Ehrenfeldstudios in Köln – und das mit einer Zugabe plus anschließender Party.1

Was steckt hinter „Trashedy“?

Das Stück feierte seine Premiere bereits 2012 und setzt sich seitdem mit einem Thema auseinander, das uns alle betrifft: Konsum, Demokratie und persönliche Verantwortung. Auf der Bühne teilt sich das Ensemble die Hauptrollen – mit einer expandierenden Müllhalde. Klingt wild, ist aber genau das, was das Publikum auf der ganzen Welt begeistert.1

Produzent und Komponist Martin Rascher erinnert sich: „Nachhaltigkeit war für uns Theaterschaffende damals noch neu. Das hat uns sehr interessiert. Wir haben dann zwei Jahre an der Aufführung gearbeitet.“ Dabei wurde bewusst auf den moralischen Zeigefinger verzichtet – niemand soll das Gefühl bekommen, eine fertige Lösung präsentiert zu bekommen. Stattdessen: echte Auseinandersetzung mit dem Thema.1

Der Erfolg spricht für sich

Bereits 2013 gewann „Trashedy“ den Jugend- und Hauptjurypreis beim renommierten „Westwindfestival“ in Bonn, 2015 folgte die Einladung zum „Augenblick mal! Festival“. Seitdem entwickelte sich das Drama zum weltweiten Selbstläufer – in Ländern wie Frankreich, Italien, Ungarn, Indien, Liechtenstein, Luxemburg, Kroatien und China.1

Rascher erklärt den anhaltenden Erfolg so: „Ich glaube, ‚Trashedy‘ ist so erfolgreich, weil es eine klare Aussage hat, die in jeder Sprache verständlich ist.“ Und das ist wörtlich gemeint: Die Inszenierung setzt bewusst auf Acting, Tanz, Klang-Collagen und visuelle Elemente wie Videos und Illustrationen – der Redeanteil ist gering. So braucht es kaum Übersetzungsarbeit, um das Publikum zu erreichen.1

Mehr als nur Müllkritik

Künstlerische Leiterin Julia Mota Carvalho betont, dass das Stück weit über das Thema Wegwerfen hinausgeht: „Es geht auch um wesentliche Grundsätze der Demokratie und damit einhergehende persönliche Verantwortung.“ Trotzdem bleibt die rund 50-minütige Vorstellung kompakt und zugänglich – transportierbar mit nur einem Koffer und einer Leinwand. Empfohlen wird sie ab 11 Jahren.1

Was euch bei den Aufführungen erwartet

  • 11. September, 11 Uhr – Jubiläumsaufführung mit Marcela Ruiz Quintero und Josephine Kalies
  • 12. September, 18 Uhr – Aufführung mit Marie-Lena Kaiser und Daniel Mathéus, danach Party!
  • Regie: Leandro Kees | Dramaturgie: Daniel Mathéus & Leandro Kees | Klangkomposition & Video: Martin Rascher | Zeichnungen: Leandro Kees
  • Ort: Ehrenfeldstudios, Wißmannstraße 38, 50823 Köln

Was kommt danach?

Wer nach der Jubiläumsshow noch mehr von der „performing:group“ sehen will: Im Herbst bringt das Ensemble ihr aktuelles Stück „Into it“ auf die Bühne der Ehrenfeldstudios. Darin geht es laut Mota Carvalho um das Zu- oder Nichtzulassen von Nähe – also definitiv auch kein leichtes Thema, aber garantiert wieder mit viel Herzblut umgesetzt.1

Wenn ihr euch fragt, wie ein Tanztheaterstück über Konsum und Müll zur internationalen Erfolgsgeschichte wird – schaut euch „Trashedy“ einfach selbst an. Mehr Infos findet ihr unter ehrenfeldstudios.de und performing.group.

Quellen

  1. „Trashedy“ feiert seine 250. Aufführung in den Ehrenfeldstudios – Kölnische Rundschau


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