Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat die Ermittlungen zum Rheinkirmes-Feuerwerk 2025 eingestellt.
Ein Jahr nach dem Feuerwerksunglück auf der Rheinkirmes in Düsseldorf gibt es jetzt ein offizielles Ergebnis: Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat die Ermittlungen eingestellt. Der Grund? Ein Materialfehler – kein menschliches Versagen. Das hat die Behörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt.1
Beim Rheinkirmes-Feuerwerk 2025 explodierten mehrere Raketen in viel zu niedriger Höhe über den Zuschauern. Fehlgeleitetes Feuerwerk detonierte auf der nahegelegenen Rheinkniebrücke und verletzte insgesamt 19 Menschen. Besonders schlimm: Vier Personen erlitten schwere Verbrennungen – darunter auch drei Kinder. Ein Schock für ganz NRW.1
Laut einem Sachverständigengutachten war das Feuerwerk ordnungsgemäß aufgebaut und durchgeführt worden – entsprechend aller behördlicher Auflagen und gesetzlicher Vorgaben. Der Auslöser des Unglücks war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Materialfehler an der Treibladung, der für die Pyrotechniker schlicht nicht vorhersehbar war.1
Durch diesen Fehler kam es zu einer Fehlzündung, in deren Folge mehrere Mörsergestelle umkippten. Ermittelt wurde gegen drei Pyrotechniker, die das Feuerwerk aufgebaut hatten. Weder durch das Gutachten noch durch zahlreiche Zeugenvernehmungen ergaben sich Anhaltspunkte für Verstöße gegen Vorschriften oder Sorgfaltspflichten – daher die Einstellung des Verfahrens.1
Die Veranstalter der Rheinkirmes haben die Konsequenzen gezogen und für 2026 ein neues Sicherheitskonzept entwickelt. Die Abschussrampen für das Feuerwerk werden diesmal in Muldencontainern mit über zwei Meter hohen Seitenwänden platziert und zusätzlich mit Sand fixiert. Damit soll ein ähnliches Unglück in Zukunft verhindert werden.1
Während beim Rheinkirmes-Unglück ein nicht vorhersehbarer Materialfehler die Ursache war, sieht das bei anderen Vorfällen oft ganz anders aus. Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, landete eine 26-Jährige in Attendorn nach Alkohol am Steuer im Straßengraben – ein Unfall, der klar vermeidbar gewesen wäre. Der Atemalkoholtest vor Ort bestätigte die Trunkenheit, ein Bluttest folgte auf der Wache.2
Das Ende der Ermittlungen zum Rheinkirmes-Feuerwerk mag für viele Betroffene und Hinterbliebene schwer zu akzeptieren sein. Aber die Fakten sind klar: Die Pyrotechniker haben alles richtig gemacht – der Fehler lag im Material. Gut, dass die Veranstalter trotzdem reagiert haben und für mehr Sicherheit beim diesjährigen Feuerwerk sorgen. NRW schaut genau hin.1
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