Im Märkischen Kreis hat eine 40-Jährige einen Notfallsanitäter im fahrenden Rettungswagen angegriffen. Was genau passierte und welche Folgen es gibt.
Stell dir vor, du bist Notfallsanitäter, willst einer Person helfen – und wirst dafür angegriffen. Genau das ist am Sonntagabend in Neuenrade im Märkischen Kreis passiert. Ein Vorfall, der zeigt, wie gefährlich der Job von Rettungskräften sein kann.1
Eine 40-jährige Patientin befand sich auf dem Weg ins Krankenhaus, als sie sich im fahrenden Rettungswagen abschnallte und den Notfallsanitäter angriff. Sie warf ein Funkgerät auf ihn und trat ihn zwischen die Beine. Der Fahrer stoppte daraufhin das Fahrzeug – der Sanitäter rettete sich nach draußen.1
Die Frau stand laut Polizei unter dem Einfluss von Medikamenten und einer erheblichen Menge Alkohol. Auch die hinzugerufenen Polizeibeamten hatten große Mühe, sie zu beruhigen. Sie sprang schließlich aus dem Rettungswagen und rannte davon – wurde aber von den Einsatzkräften wieder eingeholt. Handfesseln wurden angelegt.1
Erst im Krankenhaus beruhigte sich die 40-Jährige wieder. Das böse Erwachen folgt trotzdem: Sie bekam eine Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung. Für den attackierten Notfallsanitäter bleibt ein Einsatz in Erinnerung, der eigentlich Routine hätte sein sollen.1
Rettungskräfte, Sanitäterinnen und Sanitäter – sie sind da, wenn es wirklich drauf ankommt. Dass sie dabei selbst zum Ziel von Gewalt werden, ist leider kein Einzelfall. Solche Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, diese Menschen zu schützen und den Respekt vor Einsatzkräften hochzuhalten. Ein Funkgerät als Wurfgeschoss, Tritte im fahrenden Fahrzeug – das ist kein Kavaliersdelikt, das ist eine Straftat.1
Die Ermittlungen laufen. Wer Hinweise hat oder Ähnliches beobachtet hat, kann sich an die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis wenden.1
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