Ein 18-Jähriger hat in einem Regionalexpress in NRW eine Schulklasse sexuell belästigt und attackiert. Die Bundespolizei stellte den Aggressor in Essen.
Was als ganz normale Zugfahrt ins Münsterland begann, endete für eine Schulklasse in einem echten Albtraum. Am Freitagabend, dem 11. September, eskalierte die Situation in einem Regionalexpress so massiv, dass der Zug einen ungeplanten Stopp einlegen musste – und die Bundespolizei anrücken musste.1
Gegen 22:50 Uhr alarmierten Bahnmitarbeiter die Bundespolizei: In einem RE 100 soll ein 18-Jähriger aus Neuss mehrere Minderjährige einer Schulklasse sexuell belästigt und körperlich angegriffen haben. Der Zug hielt daraufhin ungeplant am Haltepunkt Essen-Werden.1
Laut Angaben gegenüber den Beamten soll der Beschuldigte zwei 16-Jährige in ihrem Abteil sexuell belästigt haben. Die Jugendlichen schilderten ihrer Lehrerin, was passiert war – beide sollen während der Übergriffe in eine Schockstarre gefallen sein. Anschließend sprach der 18-Jährige mehrere weitere Mädchen der Schulklasse an. Als diese ihm deutlich zu verstehen gaben, dass sie das nicht wollten, verwies der Zugbegleiter den Mann aus dem Abteil – eine Aufforderung, der er jedoch nicht nachkam.1
Als der Zugbegleiter der Schulklasse anbot, in das vordere Abteil zu wechseln, passierten zwei 15-Jährige den Beschuldigten. Der soll die beiden dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Einer der Jugendlichen blutete stark aus der Nase und erlitt vermutlich eine Nasenbeinfraktur. Der andere klagte über Schmerzen an der rechten Wange. Rettungskräfte untersuchten die Verletzten vor Ort – nach Rücksprache mit den Eltern sollten sich beide in Dülmen in ärztliche Behandlung begeben.1
Als die Bundespolizisten eintrafen, verhielt sich der offensichtlich alkoholisierte Mann sofort aggressiv. Er musste gefesselt werden. Auf dem Weg zur Bundespolizeiwache am Essener Hauptbahnhof beleidigte er die Beamten und leistete ihren Anweisungen nur widerwillig Folge. Bei der Durchsuchung versuchte er sich loszureißen, trat wild um sich und drohte den Einsatzkräften mit Gewalt.1
Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen folgender Delikte ein:1
Um weitere Straftaten zu verhindern, kam der 18-Jährige in Polizeigewahrsam.1
Dieser Fall zeigt: Die Bundespolizei ist auf NRWs Bahnstrecken präsent und greift schnell ein, wenn es brenzlig wird. Wer in Zügen oder auf Bahnhöfen bedrängt oder angegriffen wird, sollte sofort das Zugpersonal informieren oder den Notruf 110 wählen. Ihr seid nicht allein – und solche Vorfälle werden konsequent verfolgt.1
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