In Hagen eskalierte häusliche Gewalt zwischen Geschwistern – die Polizei verwies den 19-Jährigen aus der Wohnung. Hier findest du alle Hilfsangebote.
In Hagen ist es am Samstag (19.09.2026) zu einem ernsten Fall von häuslicher Gewalt gekommen. Um 18:03 Uhr wurde die Polizei in den Stadtteil Wehringhausen gerufen – weil ein 19-jähriger Mann seine 16-jährige Schwester in der gemeinsamen Wohnung angegriffen hatte.1
Was zunächst als verbaler Streit begann, eskalierte schnell: Der 19-Jährige soll seine Schwester im Verlauf der Auseinandersetzung geschlagen haben. Für die Beamten vor Ort war das kein Einzelfall – sie erfuhren, dass es zwischen den Geschwistern bereits in der Vergangenheit wiederholt zu Streitigkeiten und Übergriffen gekommen sein soll.1
Die Polizei handelte konsequent: Der 19-Jährige wurde noch vor Ort aus der Wohnung verwiesen. Zusätzlich wurde gegen ihn ein Rückkehrverbot für die Dauer von 14 Tagen ausgesprochen, um weitere Übergriffe zu verhindern. Die Ermittlungen dauern an.1
Häusliche Gewalt ist leider kein seltenes Phänomen – und viele Betroffene wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen. Die Polizei macht deshalb klar: Holt euch Hilfe! Wer Opfer häuslicher Gewalt wird, kann sich jederzeit an die Polizei wenden oder eines der kostenlosen Hilfetelefone anrufen:1
Beide Hotlines sind rund um die Uhr erreichbar und bieten Beratung in 18 Sprachen an. Niemand muss das alleine durchstehen.1
Wer darüber hinaus weiterführende Beratung benötigt, kann sich auch direkt an das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Hagen wenden – erreichbar unter den Telefonnummern 02331 986-3659 oder 02331 986-3654.1
Was ist häusliche Gewalt?
Häusliche Gewalt umfasst körperliche, psychische und andere Formen von Gewalt, die zwischen Menschen in einem gemeinsamen Haushalt stattfinden – zum Beispiel zwischen Geschwistern, Partnern oder Eltern und Kindern.
Was kann die Polizei bei häuslicher Gewalt tun?
Die Polizei kann Tatverdächtige sofort aus der Wohnung verweisen und ein Rückkehrverbot aussprechen – wie im Fall in Hagen, wo der 19-Jährige ein 14-tägiges Rückkehrverbot erhielt. Außerdem werden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.1
An welche Hotline kann ich mich als Betroffene wenden?
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist unter 116 016 erreichbar, das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ unter 0800 123 9900. Beide sind kostenlos, rund um die Uhr verfügbar und bieten Beratung in 18 Sprachen an.1
Was ist, wenn ich Zeuge von häuslicher Gewalt werde?
Ruf sofort die Polizei unter dem Notruf 110 an. Du kannst damit möglicherweise Leben retten. Auch als Zeuge oder Zeugin kannst du dich anonym an die Polizei oder die Hilfetelefone wenden.
Welche weiteren Anlaufstellen gibt es in Hagen?
Das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Hagen ist unter 02331 986-3659 oder 02331 986-3654 erreichbar und bietet weiterführende Beratung für Betroffene an.1
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