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380 Liter Benzin getankt und abgehauen: Flucht endet in Raesfeld
30. Oktober 2026

380 Liter Benzin getankt und ohne zu zahlen geflüchtet: Ein Zeuge verfolgte den Fahrer bis nach Raesfeld, wo die Polizei ihn stoppte.

Zeuge verfolgt Tankbetrüger bis nach Raesfeld

Krasse Nummer in Borken: Ein Mann hat an einer Tankstelle am Nordring rund 380 Liter Super-Plus-Benzin in Kanister auf der Ladefläche eines Transporters gefüllt – und ist dann einfach losgefahren, ohne zu bezahlen. Der Sprit hatte einen Wert von mehr als 830 Euro. Nach Angaben der Polizei passierte das Ganze am Mittwochabend, 28. Oktober, gegen 21.20 Uhr.

Was der Fahrer nicht auf dem Schirm hatte: Ein Zeuge hat den Vorfall live mitbekommen, ist dem Transporter einfach hinterhergefahren und hat der Polizei durchgehend seinen Standort durchgegeben. So konnten die Beamten den Wagen wenig später auf der Straße Zum Michael in Raesfeld stoppen und kontrollieren, wie der Heimatreport berichtet.

19-Jähriger ohne Führerschein unterwegs

Am Steuer saß ein 19-jähriger Mann aus Essen – allerdings ohne gültige Fahrerlaubnis. Der Transporter war außerdem gar nicht zugelassen, und die montierten Kennzeichen waren als gestohlen gemeldet. Kurz gesagt: eine ganze Latte an Problemen für den jungen Fahrer.

Auf der Ladefläche entdeckten die Polizisten die prall gefüllten Kraftstoffkanister. Die waren laut Polizei nicht mal richtig gesichert, hätten also beim Fahren verrutschen oder umfallen können – bei 380 Litern Benzin keine Kleinigkeit.

Blutprobe und mehrere Strafverfahren

Während der Kontrolle gab es außerdem Hinweise darauf, dass der 19-Jährige unter dem Einfluss berauschender Mittel stehen könnte. Deshalb musste ein Arzt vor Ort eine Blutprobe entnehmen. Die Beamten nahmen den jungen Mann vorläufig fest und stellten sowohl den Transporter als auch den gesamten Kraftstoff sicher.

Wie news.de unter Berufung auf die Kreispolizeibehörde Borken berichtet, hat die Polizei mittlerweile mehrere Strafverfahren gegen den 19-Jährigen eingeleitet. Neben dem Tankbetrug geht es dabei unter anderem um das Fahren ohne Fahrerlaubnis und die gestohlenen Kennzeichen. Die Ermittlungen laufen aktuell noch weiter.

Ohne den aufmerksamen Zeugen wäre der Fall wohl ungeklärt geblieben

Der Fall zeigt mal wieder, wie wichtig aufmerksame Zeugen sein können: Ohne die Verfolgung und die ständigen Standort-Updates wäre der Transporter mit dem geklauten Sprit vermutlich nicht so schnell aufgetaucht. Für den 19-Jährigen aus Essen dürfte der Abend damit ziemlich teuer werden – und das nicht nur wegen der 830 Euro für den Sprit.

Quellen


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