Die Feuerwehr musste aufgrund eines Chemikalienunfalls in einer Apotheke im Klinikum Solingen ausrücken.
Am 15. Juni 2026 um 10:00 Uhr kam es in der Apotheke des Klinikums Solingen zu einem Gefahrstoffeinsatz der Feuerwehr. Aus bislang ungeklärter Ursache fielen mehrere Chemikaliengebinde zu Boden und wurden beschädigt. Unter den umgestürzten Behältern befanden sich unter anderem Gebinde mit Schwefelsäure und Salpetersäure. Zudem zerbrach eine Flasche mit etwa 200 Millilitern Wasserstoffperoxid, wodurch die Flüssigkeit austrat.
Die Feuerwehr rückte mit einem erweiterten Einsatzaufgebot an und nahm die ausgelaufenen Chemikalien unter besonderen Schutzmaßnahmen auf. Die Einsatzkräfte arbeiteten unter Eigenschutz und waren mit geeigneter Schutzkleidung ausgestattet. Die ausgetretenen Flüssigkeiten wurden mithilfe spezieller Chemikalienbinder aufgenommen und anschließend in dafür vorgesehene Behälter gesichert und fachgerecht verpackt.
Zur Unterstützung wurde der Umweltschutzzug der Feuerwehr mit einem ABC-Erkunder zur Messung und Beurteilung der Gefahrenlage sowie einem Spezialfahrzeug zur Dekontamination vor Ort hinzugezogen. Nach Abschluss der Arbeiten wurde der eingesetzte Trupp vorsorglich im Einsatzbereich dekontaminiert.
Insgesamt waren 22 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Umweltschutzzuges an dem Einsatz beteiligt. Nach der erfolgreichen Sicherung der Gefahrstoffe, der Reinigung des Einsatzbereiches und der abschließenden Kontrolle konnte der Einsatz nach etwa einer Stunde beendet werden.
Eine Gefahr für Patienten, Mitarbeitende oder die Umgebung bestand zu keinem Zeitpunkt. Die weiteren Maßnahmen zur Schadensregulierung und Ursachenklärung werden von den zuständigen Stellen übernommen.
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