Die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis warnt vor einer Zunahme von Internetbetrug durch Phishing-Mails.
Die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis hat eine zunehmende Zahl von Fällen registriert, in denen Betrüger versuchen, die Bankdaten ihrer Opfer über Phishing-Mails zu erhalten. Eine betroffene Frau aus Sankt Augustin erstattete am 20. April Anzeige, nachdem sie Opfer eines Online-Betrugs geworden war. Sie hatte ein Paar Schuhe auf einem bekannten Verkaufsportal angeboten und erhielt zeitnah eine Nachricht einer vermeintlichen Käuferin, die den Kauf über das Bezahlsystem der Plattform abwickeln wollte.
Nachdem die Verkäuferin eine Benachrichtigung erhielt, dass die Zahlung eingegangen sei, wurde sie aufgefordert, eine bestimmte Website zu besuchen. Dort sollte sie einen Code sowie ihre Bankdaten eingeben und eine Anfrage akzeptieren, um den Kauf abzuschließen. Unter Zeitdruck stehend, folgte die Frau den Anweisungen. Erst danach wurde sie misstrauisch und bemerkte, dass die Käuferin nicht mehr erreichbar war. Ein Blick auf ihr Online-Banking ergab, dass ein dreistelliger Geldbetrag abgebucht worden war.
Die Geschädigte informierte daraufhin umgehend ihre Bank, die die Zahlung zurückerstatten konnte. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs aufgenommen und appelliert an die Bevölkerung, solche Betrugsarten ernst zu nehmen.
Es wird empfohlen, Verwandte, Freunde und Bekannte über diese Betrugsmasche aufzuklären. Banken und Bezahlsysteme setzen bei wichtigen Fragen auf postalische Kommunikation und drängen nicht zu schnell auf Handlungen, die negative Konsequenzen nach sich ziehen könnten.
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