Halloween-Nacht in Leverkusen eskaliert: Feuerwehr mit Böllern beschossen und Reizgas attackiert, 17 Einsätze und ein verletzter Retter. Alle Details hier.
Süßes oder Saures war in dieser Halloween-Nacht wohl nicht das Motto für alle. In Leverkusen ist die Nacht von Freitag auf Samstag ganz schön eskaliert. Die Feuerwehr musste ran wie selten: 17-mal sind die Einsatzkräfte ausgerückt, 14 Einsätze davon direkt am Halloweenabend.1 Und die Feuerwehr selbst sagt ganz klar: Das steht in einem „direkten Zusammenhang“ mit Halloween.1
Was war da los? Unbekannte hatten offenbar Lust, reihenweise Mülltonnen und Container anzuzünden.1 Richtig heftig wurde es aber in der Fichtestraße an der Derr-Siedlung in Steinbüchel. Dort haben Jugendliche die Feuerwehrleute während des Einsatzes mit Feuerwerkskörpern beschossen und sie zusätzlich mit Reizgas besprüht.1 Krass, oder? Eine Einsatzkraft hat dabei ein leichtes Knalltrauma abbekommen und musste ins Krankenhaus.1
Auch an der Albert-Schweitzer-Straße, ebenfalls in der Derr-Siedlung, ging es nicht ohne Drama. Mehrere große Mülltonnen, die direkt an einer Hauswand standen, brannten lichterloh. Der Rauch zog durch offene Fenster in umliegende Wohnungen.1 Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen, bevor es auf das Wohnhaus übergreifen konnte. Anschließend wurden die betroffenen Wohnungen kontrolliert und durchgelüftet.1 Zum Glück ist bei diesem Einsatz niemand verletzt worden.
Nicht nur die Feuerwehr war in Alarmbereitschaft, auch der Rettungsdienst musste ordentlich ran. Insgesamt 92 Einsätze zwischen Freitagmorgen und Samstagmorgen – das bezeichnet der Rettungsdienst selbst als „leicht erhöhtes“ Aufkommen.1
Klar, Halloween darf gruselig sein – aber das hier geht eindeutig zu weit. Wenn Einsatzkräfte, die eigentlich nur helfen wollen, mit Böllern beschossen und mit Reizgas angegriffen werden, hört der Spaß auf. So eine Nacht zeigt mal wieder, wie wichtig unsere Feuerwehrleute und Rettungskräfte sind – und wie respektlos manche mit ihrem Einsatz umgehen. Wir hoffen, dass es der verletzten Einsatzkraft bald wieder besser geht und dass so eine Aktion in Zukunft ausbleibt.
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