Im Kreis Coesfeld kam es erneut zu Schockanrufen. Täter gaben sich als Gerichtsmitarbeiter aus.
Am 16. Juni 2026 erhielten zahlreiche Bürger im Kreis Coesfeld, insbesondere in Dülmen, Anrufe von Trickbetrügern. Die Taktiken der Betrüger sind variabel und oft kreativ.
Einer der Vorfälle betraf eine 85-jährige Frau aus Dülmen, die mit einem emotionalen Schockanruf konfrontiert wurde. Eine Anruferin gab sich als Tochter der Seniorin aus und behauptete, nach einem schweren Verkehrsunfall im Krankenhaus zu liegen. Um ihrer vermeintlichen Tochter zu helfen, wurde die Frau aufgefordert, eine Kaution in Höhe von 85.000 Euro zu zahlen, um eine Haftstrafe zu vermeiden.
Nach dieser ersten Kontaktaufnahme erhielt die Seniorin einen weiteren Anruf von einer angeblichen Mitarbeiterin des Amtsgerichts Dülmen. Die Betrügerin überzeugte die Frau, Wertsachen in einen Schuhkarton zu legen und auf ihren Abholer zu warten. Gegen 16 Uhr erschien ein unbekannter Mann an der Wohnadresse, der sich mit einem Personalausweis als der angekündigte Mitarbeiter ausgab und den Karton mit den Wertsachen entgegennahm. Die Geschädigte bemerkte erst nach dem Gespräch mit ihrer wirklichen Tochter, dass sie Opfer eines Betrugs wurde.
Die Täter erbeuteten Bargeld, Schmuck und Münzen im Wert eines niedrigen fünfstelligen Betrages. Der abholende Mann wird als männlich, 30 bis 40 Jahre alt und etwa 1,80 bis 1,85 Meter groß beschrieben. Er hatte kurze, lockige, braune Haare und trug einen grünen Kapuzenpullover sowie eine Jeanshose.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die am Dienstagnachmittag in Buldern verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.
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