In Soest haben Betrüger zwei Senioren als falsche Bankmitarbeiter um Bargeld, Schmuck und Bankkarten gebracht. Alle Infos und Schutz-Tipps der Polizei.
Achtung, NRW! Im Blanckenagelweg in Soest haben bislang unbekannte Täter gleich zwei ältere Menschen mit einer richtig dreisten Betrugsmasche um ihr Erspartes gebracht. Die Polizei sucht dringend Zeugen und warnt eindringlich vor solchen Anrufen und Haustürgeschäften.1
Ein Ehepaar erhielt einen Anruf von einem Mann, der sich als Volksbank-Mitarbeiter ausgab. Er behauptete, von ihrem Konto seien mehrere tausend Euro an eine ausländische Firma abgebucht worden. Während das Paar noch am Telefon war, klingelte es an der Haustür – angeblich ein „Kollege“, der die Bankkarte überprüfen müsse.1
Der fremde Mann wurde reingelassen, behauptete, die Karte sei zerkratzt und müsse kopiert werden – und verschwand dann einfach mit ihr. Das böse Erwachen folgte kurz darauf: Drei Abbuchungen von je 1.000 Euro waren bereits vom Konto abgegangen. Die Karte wurde gesperrt.1
Der Tatverdächtige wird so beschrieben: etwa 40 Jahre alt, rund 1,70 Meter groß, schlank, kurze dunkle Haare, kein Bart, dunklere gemusterte Jacke, hellere Hose. Er sprach gebrochen Deutsch mit Akzent.1
Auch eine Seniorin im Blanckenagelweg wurde Opfer der Betrüger. Ein Anrufer gab sich als Sparkassen-Mitarbeiter aus und erzählte ihr von angeblichen Unregelmäßigkeiten. Sie solle ihre EC-Karte und Wertgegenstände überprüfen lassen, damit „mögliche Täter anhand von Spuren überführt werden könnten“.1
Kurz vor Mittag stand dann tatsächlich ein Mann vor ihrer Tür – ebenfalls angeblich von der Sparkasse. Die Seniorin war zunächst misstrauisch, wurde aber durch einen weiteren Anruf eines Mannes, der sich als Polizeibeamter ausgab, beruhigt. Sie übergab schließlich 500 Euro Bargeld, eine Schatulle mit Goldschmuck, eine Debitkarte inklusive PIN und ein Sparbuch.1
Als sie anschließend aufgefordert wurde, mindestens 5.000 Euro von der Bank abzuheben, begab sie sich zu ihrer Sparkassenfiliale in der Puppenstraße. Dort erkannte eine Mitarbeiterin die Betrugsmasche sofort, verhinderte die weitere Abhebung und verständigte die Polizei. Die betroffenen Konten und Karten wurden gesperrt – weitere Abbuchungen gab es in diesem Fall nicht.1
Der zweite Tatverdächtige wird als etwa 40 Jahre alt, 1,65 bis 1,70 Meter groß und kräftig beschrieben. Er hatte einen mitteleuropäischen Erscheinungstyp, sprach fließend Deutsch, trug einen Schnurrbart und einen beigefarbenen Anorak.1
Die Polizei macht klar: Echte Bankmitarbeiter oder Polizeibeamte fordern niemals dazu auf, Bankkarten, PINs, Bargeld, Sparbücher oder Wertsachen an der Haustür zu übergeben. Wer einen solchen Anruf bekommt, sollte sofort auflegen.1
Die Taten ereigneten sich am Dienstag, 1. September 2026, im Bereich des Blanckenagelwegs in Soest. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, meldet sich bitte bei der Polizei Soest unter der Telefonnummer 02921 91000. Jeder Hinweis kann helfen, die Täter zu schnappen!1
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