100 Tage Isolation für die Wissenschaft: Sechs Freiwillige haben am DLR in Köln das Leben auf einer Raumstation simuliert. Was die ESA-Studie SOLIS100 brachte.
Aber nein: Sechs echte Freiwillige haben genau das durchgezogen – und zwar für die Wissenschaft. Seit April haben sie in einer simulierten Raumstation am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln gelebt. Heute, am 7. August 2026, endet die ESA-Studie namens „SOLIS100″ offiziell. Die Crew wird aus der Isolation entlassen – und wir sagen: Chapeau, das wäre nichts für uns gewesen!1
Die sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Polen und Portugal – ein echter europäischer Mix also. Ausgewählt wurden sie bereits im Dezember 2025 in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Wichtig dabei: Sie sollten ein ähnliches Profil wie echte Astronautinnen und Astronauten haben.1
100 Tage lang haben sie dann abgeschottet von der Außenwelt in engen Kojen geschlafen, im Team geforscht und trainiert und ihren Alltag mit streng limitierten Ressourcen – zum Beispiel Nahrungsmitteln – gemeistert. Klingt nach einem ziemlich intensiven Abenteuer, oder?1
Hinter dem Ganzen steckt natürlich mehr als nur ein spannantes Experiment. Die Europäische Weltraumorganisation ESA wollte ganz konkret wissen: Wie wirkt sich Isolation auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden von Menschen aus? Die Erkenntnisse sollen künftigen Langzeitmissionen von Astronautinnen und Astronauten zugutekommen.1
Durchgeführt wurde die Studie im „Envihab“ – der luft- und raumfahrtmedizinischen Forschungsanlage des DLR in Köln. Die Probanden hatten dort Forschungsaufgaben zu erledigen, mussten sich um ihre Raumstation kümmern und als Team funktionieren. Teamwork auf engstem Raum, über Wochen hinweg – das dürfte mental ganz schön fordernd gewesen sein.1
Stell dir vor: Monatelang auf einer Raumstation, weit weg von Familie, Freunden und – ja, auch dem liebsten Lieblingsrestaurant. Was passiert dabei mit dem Kopf? Wie bleibt ein Team trotzdem leistungsfähig? Genau das wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch „SOLIS100″ herausfinden.
Die Ergebnisse der Studie könnten langfristig entscheidend sein – zum Beispiel für geplante Missionen zum Mond oder sogar zum Mars. Also: Was diese sechs Freiwilligen da durchgezogen haben, könnte irgendwann dazu beitragen, dass Menschen sicher durch das Weltall reisen. Ziemlich cool, wenn man das so bedenkt.1
100 Tage Isolation, wenig Platz, strenge Regeln und das alles für die Wissenschaft – das ist eine echte Leistung. Wir von Antenne NRW sind gespannt, welche Erkenntnisse die Forschenden aus der SOLIS100-Studie ziehen werden. Eines ist klar: Wenn eines Tages Menschen zum Mars fliegen, haben diese sechs Freiwilligen aus Köln ihren Teil dazu beigetragen. Und das ist verdammt nochmal beeindruckend.
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