Die Burghofbühne Dinslaken eröffnet die Spielzeit 2026/27 mit „Die Unsichtbaren“ – einem Mix aus dokumentarischem Theater und Superhelden-Fantasie am 4.
Hand aufs Herz: Wer denkt beim Wort „Superheld“ schon an die Grundschullehrerin von nebenan, den Pfleger auf der Nachbarstation oder die Reinigungskraft, die morgens um sechs das Büro auf Hochglanz bringt? Die Burghofbühne Dinslaken tut genau das – und macht daraus den krassen Auftakt ihrer neuen Spielzeit. Mit der Stückentwicklung „Die Unsichtbaren – mein geheimes Leben als Superheld:in“ eröffnet das Landestheater am Freitag, 4. September 2026, um 20 Uhr in der Kathrin-Türks-Halle die Spielzeit 2026/27.1
Im Mittelpunkt des Abends stehen drei Figuren: Charlotte, eine Grundschullehrerin, Stefan, ein Pfleger, und René, eine Reinigungskraft. Auf den ersten Blick scheinen sie kaum etwas gemeinsam zu haben. Der Theaterabend startet wie eine Fernseh-Dokumentation – die drei erzählen ganz offen von ihrem Arbeitsalltag, der sie immer wieder an ihre Grenzen bringt. Doch nach und nach bricht das Stück aus dieser Alltagsrealität aus: Die drei teilen eine gemeinsame Geschichte, sie alle haben außergewöhnliche Kräfte. Die Unsichtbaren treten ins Licht – und mit ihnen ihre Superkräfte.1
Was das Stück so besonders macht: Die Grundlage sind echte Interviews mit Menschen aus Lehr-, Pflege- und Reinigungsberufen. Diese authentischen Stimmen werden mit fantastischen Erzählweisen verknüpft, wie man sie aus Comics, Kinofilmen oder alten Mythen kennt. Regisseur Helmut Köpping beschreibt das Vorgehen so: „Wir haben Menschen getroffen, die in diesen Arbeitsbereichen tätig sind, um so an Texte zu kommen, die authentisch wirken. Und mit diesem Material sind wir dann im nächsten Schritt schauspielerisch umgegangen.“1
Klingt jetzt alles ganz schön schwer? Keine Sorge – Köpping hat das bewusst anders geplant. Ziel war es, nicht hauptsächlich Betroffenheit und Opfergeschichten auf die Bühne zu bringen. Die Figuren sind bodenständig, humorvoll und nahbar. Überforderungssituationen, die jede:r irgendwie kennt, treiben laut Köpping auch „ihre ganz eigenen komischen Auswüchse“ hervor.1
Ein weiteres Highlight: Choreografin Jelena Ivanovic hat ausgehend von alltäglichen Bewegungen tänzerische Momente ins Spiel eingebaut. Diese Szenen verhandeln Themen wie Souveränität, Überforderung und Erschöpfung auf einer zweiten, sinnlicheren Ebene – und bilden einen poetischen Kontrapunkt zur alltagsnahen Sprache der Figuren. Das Bühnenbild von Britta Lammers schafft dazu einen bewusst interpretationsoffenen Raum, der sowohl die Zumutungen des Alltags als auch den Absprungort für heldenhafte Exkurse darstellen kann.1
Du willst dabei sein, wenn die Unsichtbaren ins Rampenlicht treten? Karten für die Premiere am 4. September gibt es in der Stadtinformation am Rittertor, bei Sportkultour in Hiesfeld sowie online über reservix.de. Im Vorverkauf kosten die Tickets 20 bzw. 24 Euro, an der Abendkasse 24 bzw. 28 Euro.1
Wer in NRW nach echten Helden sucht – hier sind sie. Die Burghofbühne Dinslaken zeigt, dass die spannendsten Geschichten manchmal direkt um die Ecke passieren. Definitiv ein Abend, der sich lohnt!
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