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Gamescom 2026: So aufwendig sind die Kostüme der Cosplayer wirklich
28. August 2026

Gamescom 2026 in Köln: Cosplayer zeigen ihre Kostüme – von 50 Euro bis über 700 Euro und Monaten Handarbeit. Das steckt wirklich dahinter!

Wenn Gaming auf Handarbeit trifft

Rund 350.000 Fans strömen in dieser Woche zur Gamescom an den Rhein nach Köln – und viele von ihnen kommen nicht einfach in Jeans und T-Shirt. Zwischen den Messehallen tauchen Göttersöhne, Prinzessinnen, Monster und Todesgeister auf. Aber wie viel Zeit, Geld und Herzblut steckt eigentlich hinter den Kostümen? Wir haben uns umgeschaut und mit den Cosplayern gesprochen.1

Monate Arbeit, hunderte Euro – und jede Menge Leidenschaft

Wer denkt, ein Cosplay-Kostüm ist mal schnell aus dem Schrank gezogen, liegt oft ziemlich daneben. Philipp, 28 Jahre aus Stuttgart, hat bereits mehr als zehn Mal die Gamescom besucht – und trägt stolz die Rüstung des Monsters Zinogre aus „Monster Hunter“. Sein Kostüm ist mittlerweile sechs Jahre alt, hat ihn damals rund drei Monate Bauzeit gekostet und schlägt mit etwa 500 bis 700 Euro zu Buche. „Das war damals die erste Rüstung, die ich gebaut habe“, sagt er. Und er schraubt immer noch daran: Für die diesjährige Gamescom hat er Farben aufgebessert, LEDs erneuert und einen neuen Lichtverlaufeffekt eingebaut.1

Ähnlich aufwendig ist das Kostüm von Fiebie Schmitz, 31 Jahre, aus Frankfurt. Sie schlüpft in die Rolle der Banshee aus „Infinity Nikki“ – fast alles selbst genäht, von Schnittmuster bis Korsage. Die Materialkosten liegen bei 600 bis 700 Euro, und mit der investierten Arbeitszeit landen wir laut ihr locker im vierstelligen Bereich. „Das Design ist einfach sehr aufwendig – das war für mich eine echte Herausforderung“, erklärt sie.1

Erste Nähnadel, 15 Gamescom-Besuche – eine echte Premiere

Besonders beeindruckend ist die Geschichte von Marius Hossmann, 28 Jahre, aus Olpe. Er stellt Zagreus aus den Spielen „Hades“ und „Hades 2″ dar – und das Kostüm hat er selbst genäht. Klingt erstmal normal, ist es aber nicht: Es ist das allererste Mal, dass er ein Kostüm selbst gebaut hat – obwohl er bereits 15 Mal auf der Gamescom war. „Ich habe sogar erst vor Kurzem gelernt, zu nähen“, sagt er. 15 bis 20 Stunden und die ein oder andere Nachtschicht später ist das Ergebnis fertig – für rund 80 bis 90 Euro Materialkosten.1

Niki Moor, 23 Jahre, aus Oldenburg ist ebenfalls handwerklich unterwegs. Als Irelia aus „League of Legends“ – dem Charakter, den sie selbst am meisten spielt – hat sie Klingen und Kopfschmuck selbst gebaut, den Rest des Outfits überarbeitet. Rund zweieinhalb Monate Arbeit und 300 bis 350 Euro später ist das Ergebnis bereit für den dritten Gamescom-Besuch.1

Gekauft ist auch cool – Hauptsache der Charakter passt

Nicht alle Kostüme entstehen in wochenlanger Näharbeit – und das ist vollkommen okay. Elea Jorewitz, 20 Jahre, aus Gladbeck ist als Zelda aus „The Legend of Zelda: A Link Between Worlds“ unterwegs. Ihr Kostüm hat sie secondhand auf Ebay ergattert, zusammen mit der Perücke für 150 Euro. „Ich habe mich heute für dieses Cosplay entschieden, weil es ein bisschen luftiger ist – falls es warm wird“, sagt sie pragmatisch. Es ist ihr siebter Gamescom-Besuch.1

Qiqi, 27 Jahre aus München, kommt als Luigi – 50 Euro, im Internet gekauft, fertig. „Als Kind habe ich diesen Charakter am häufigsten gespielt“, erklärt er. Und Jana Käsbach, 24 Jahre aus Köln, zeigt sich als Harley Quinn aus dem Film „Joker“. Das Kostüm ist gekauft, aber mit echter Leidenschaft getragen: „Dieses Verrückte und Flippige hat mir einfach gefallen.“1

Einen besonders herzerwärmenden Ansatz haben Sabrina (46), Amelie (14) und Sanja (32) aus Mönchengladbach gewählt: Als Familie stellen sie drei Geschwister aus der Manga-Serie „Demon Slayer“ dar – Shinobu, Kanae und Kanao. „Da wir alle verwandt sind, haben wir nach einem Kostüm mit drei Figuren aus einer Familie gesucht“, erklären sie. Ihre Kostüme sind gekauft, die Idee dahinter aber goldwert.1

Fazit: Cosplay ist so divers wie Gaming selbst

Ob hunderte Stunden Eigenarbeit oder cleverer Secondhand-Fund – die Gamescom zeigt, dass Cosplay keine Frage des Budgets ist, sondern der Leidenschaft. Von 50 bis 700 Euro, von gekauft bis selbst genäht: Was alle verbindet, ist die Liebe zu ihren Charakteren und zur Gaming-Kultur. Und genau das macht die Kölner Messehallen jedes Jahr aufs Neue zu einem bunten, lebendigen Erlebnis. Willst du mehr rund um Gaming und Events aus NRW? Dann bleib bei Antenne NRW auf dem Laufenden – wir halten dich auf antenne.nrw immer up to date!1

Quellen

  1. „Meine erste Rüstung“: Idee, Aufwand, Kosten – Gamescom-Besucher erklären ihre Kostüme – Kölner Stadt-Anzeiger


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