Geflüchtete als KVB-Busfahrer in Köln: Wie die KVB und die Agentur für Arbeit elf Menschen eine echte Chance auf dem Arbeitsmarkt gegeben haben.
Köln bietet immer wieder Menschen eine neue Heimat und neue Chancen — und manchmal entstehen dabei echte Erfolgsgeschichten. Während wir in einem früheren Beitrag bereits über die kreative Energie in der Kölner Community rund um die Fotoausstellung „Rheinblicke“ berichtet haben, geht es heute um eine ganz andere Art von neuen Blickwinkeln: Geflüchtete Menschen, die in Köln hinter dem Steuer von KVB-Bussen eine echte Zukunft gefunden haben.1
Falah Hasan ist vor zehn Jahren aus dem Irak geflüchtet. Heute manövriert er schwere Gelenk- und E-Busse entspannt durch den dichten Kölner Verkehr. Bei einer Pressekonferenz spricht er auf Deutsch über seine Erfahrungen — sichtlich nervös, aber auch sichtlich stolz. „Es ist ein gutes Gefühl, bei der KVB zu arbeiten“, sagt er. „Für mich war das die allerbeste Entscheidung.“1
Sein Kollege Maxamed Cismaan aus Somalia sieht das genauso: „Ich fahre gerne Auto und arbeite mit Menschen.“ Beide sind mittlerweile seit einem Jahr als Busfahrer auf Kölner Straßen unterwegs — und beide haben ihren Weg in ein geregeltes Arbeitsleben gefunden.1
Die Idee ist so simpel wie genial: Auf der einen Seite fehlten der KVB lange Zeit Fahrerinnen und Fahrer. Auf der anderen Seite suchen viele geflüchtete Menschen einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt. Die KVB und die Agentur für Arbeit haben beide Seiten zusammengebracht — mit konkreten Ergebnissen.1
Für Falah Hasan bedeutet der neue Job vor allem eines: Stabilität. Als mehrfacher Familienvater kann er durch das Schichtsystem seinen Alltag endlich besser planen — Arztbesuche unter der Woche, Urlaub mit der Familie. „Ich habe meinen Jahresplan und dadurch keinen Druck mehr, keinen Stress. Die Arbeit macht mir Spaß“, sagt er.1
Die ersten Wochen auf Kölns quirligen Straßen waren noch anstrengend — aber das ist Geschichte. Heute setzt sich Hasan nach Pressekonferenzen entspannt auf seinen „Bock“ und dreht Runden für Fotografen.1
KVB und Agentur für Arbeit denken bereits über die Fortführung ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit nach — diesmal soll es in den IT-Bereich gehen. Densborn bringt es auf den Punkt: „Es lohnt sich immer wieder, Chancengeber zu sein.“1
Köln zeigt also mal wieder, wie Integration konkret aussehen kann: nicht nur in Galerien und Ausstellungen2, sondern auch ganz real auf den Straßen der Stadt — am Steuer eines KVB-Busses.
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