Gladbach-Talent Wael Mohya überrascht mit DFB-Nominierung: Bundestrainer Klopp schwärmt vom 17-Jährigen und erklärt seine Kaderpläne für die Nations League.
Große Neuigkeiten aus Mönchengladbach: Borussias Shootingstar Wael Mohya ist vom neuen Bundestrainer Jürgen Klopp erstmals für die deutsche Nationalmannschaft nominiert worden. Der erst 17 Jahre alte Offensivspieler steht im 24-köpfigen Aufgebot für die Nations-League-Spiele gegen Serbien in Belgrad und gegen die Niederlande in Berlin. Wie die Sportschau berichtet, hat Mohya bislang noch kein Länderspiel bestritten – genau wie seine Kader-Kollegen Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart und Brajan Gruda von RB Leipzig.
Der Bundestrainer macht aus seiner Begeisterung keinen Hehl. Laut Sportschau sagte Klopp über den jungen Gladbacher: „Es gibt nicht viele 17-Jährige, die aktuell Bundesliga spielen – das alleine ist ja schon ein herausragendes Merkmal. Aber er macht es auch gut.“ Auch die persönlichen Gespräche mit Mohya hinterließen Eindruck. Wie SPOX berichtet, bezeichnete Klopp die Unterhaltungen als „top“ und ergänzte, er selbst sei mit 17 Jahren nicht annähernd so selbstbewusst gewesen – allerdings auch nicht so gut im Fußball.
Dass Mohya nominiert wurde, bedeutet laut SPOX aber nicht automatisch ein Debüt. Klopp will die Länderspielwoche vielmehr nutzen, um sich ein genaues Bild vom Talent zu machen. Er sprach von einer Position in seinem Kader, die bewusst für Spieler reserviert ist, bei denen man erst noch sehen müsse, ob sie den Sprung schaffen. Als weiteren Kandidaten für die Zukunft nannte er in diesem Zusammenhang Paris Brunner von der AS Monaco.
Neben der Überraschung um Mohya gibt es mit Niclas Füllkrug auch ein bekanntes Gesicht im Kader. Der 33-jährige Mittelstürmer von Werder Bremen wurde von Klopp zurückgeholt. Wie die Sportschau berichtet, sagte der Bundestrainer zu dieser Entscheidung, es sei „eine Freude“ gewesen, sie zu treffen und Füllkrug mitzuteilen. Sein Fazit: „Form schlägt alles andere, deswegen haben wir uns für die Jungs entschieden.“
Ebenfalls im Kader steht Said El Mala vom 1. FC Köln, der bereits im Oktober gegen Serbien und Griechenland sein Debüt gefeiert hatte und seither starke Saisonleistungen zeigt. Nicht dabei sind dagegen bekannte Namen wie Nick Woltemade, Nadiem Amiri, David Raum, Karim Adeyemi, Yann Aurel Bisseck und Jonathan Burkardt. Auch mehrere Debütanten aus Klopps erstem Kader, darunter Hennes Behrens, Vitaly Janelt, Felix Keidel und Mika Baur, fehlen diesmal. Philipp Treu und Derry Scherhant hingegen haben sich nach starken Auftritten erneut einen Platz gesichert.
Im Tor stehen Alexander Nübel, Marc-André ter Stegen und Jonas Urbig bereit. Die Abwehr bilden Waldemar Anton, Nathaniel Brown, Finn Jeltsch, Maximilian Mittelstädt, Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Malick Thiaw und Philipp Treu. Im Mittelfeld setzt Klopp auf Tom Bischof, Said El Mala, Brajan Gruda, Lennart Karl, Joshua Kimmich, Wael Mohya, Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic, Derry Scherhant und Florian Wirtz. Im Angriff stehen Younes Ebnoutalib, Niclas Füllkrug und Kai Havertz zur Verfügung.
Ob Mohya bei den Partien am 13. November in Belgrad gegen Serbien oder drei Tage später in Berlin gegen die Niederlande tatsächlich zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten. Für den jungen Gladbacher ist die Nominierung aber schon jetzt ein großer Schritt – und ein weiterer Beweis dafür, dass sein Name im deutschen Fußball derzeit in aller Munde ist.
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