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46 Zentimeter Kult: Kölns kleinste Schranke sorgt für Lacher
30. Oktober 2026

Nur 46 Zentimeter lang: Kölns kleinste Schranke in Weidenpesch sorgt online für Lacher. Die KVB erklärt, warum das Mini-Provisorium kein Fehler ist.

Ein Mini-Hindernis wird zur Attraktion

In Köln-Weidenpesch steht ein skurriles kleines Bauwerk, über das inzwischen ganz Deutschland schmunzelt: eine Schranke an der Straße „Simonskaul“, die gerade einmal 46 Zentimeter lang ist. Wie wa.de berichtet, ist sie damit vermutlich die kürzeste Schranke des Landes – auch wenn sich das nicht abschließend überprüfen lässt.

Von Google Maps bis zur kuriosen Sehenswürdigkeit

Besonders kurios: Wer die Straße bei Google Maps sucht, findet dort einen eigenen Kartenpunkt mit dem Hinweis „Kleinste Schranke Deutschlands“. Wer diesen Eintrag ursprünglich angelegt hat, ist laut wa.de unklar – eine offizielle Auszeichnung von Google steckt jedenfalls nicht dahinter. Nutzer hinterlassen dort augenzwinkernde Bewertungen wie „Großartige Architektur. Perfekt zum Besichtigen mit der ganzen Familie“ oder „Deutsches Kulturgut der Bürokratie, Normen und Vorschriften“.

Kein Fehler, sondern ein Platzhalter

Dass die Schranke so winzig ausfällt, ist laut wa.de aber kein Versehen. Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) hatten bereits erklärt, dass es sich um ein bewusstes Provisorium handelt. An der „Simonskaul“ plant die Stadt Köln einen Radweg, und damit die Schrankenanlage nach dessen Bau nicht komplett erneuert werden muss, wurde zunächst nur ein kurzes Modell installiert. Später soll die Schranke verlängert werden, ohne dass dabei zusätzliche Kosten entstehen.

Direkt daneben gibt es für Fußgänger bereits eine deutlich längere Variante mit 1,74 Metern. Zusätzlich sind an der Stelle klassische Schranken für den Straßenverkehr in beide Fahrtrichtungen vorhanden.

Neues Wohnquartier und große KVB-Werkstatt in der Nähe

Ganz in der Nähe der Mini-Schranke entsteht laut wa.de derzeit das Wohnquartier „Simonskaul“ mit 69 geplanten Wohneinheiten, dessen Fertigstellung für den Sommer 2027 vorgesehen ist. Ob die kuriose Schranke dann noch existiert, ist offen.

Die Gleise hinter der Schranke führen zur KVB-Hauptwerkstatt in Weidenpesch. Dort können nach Angaben von wa.de 64 Bahnen abgestellt werden, der Bau der Anlage kostete rund 67,5 Millionen Euro. Zur Werkstatt gehören eine Halle mit 16 Gleisen, eine Waschstraße sowie ein Reparaturstand, der groß genug für zwei Flugzeuge wäre.

Fazit

Was auf den ersten Blick wie eine kuriose Fehlplanung wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als pragmatische Zwischenlösung der KVB. Bis der geplante Radweg fertig ist, bleibt die 46-Zentimeter-Schranke in Weidenpesch wohl weiterhin ein kleines, lokales Internet-Phänomen.

Quellen


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