Am Flughafen Köln/Bonn stoppte die Bundespolizei einen 38-Jährigen mit Haftbefehl. Er zahlte 7.746 Euro, um 75 Tage Haft zu vermeiden – und konnte weiterreisen.
Am Flughafen Köln/Bonn wurde es am Sonntag, dem 23. August, für einen 38-Jährigen ganz schön brenzlig: Statt in den Flieger nach Pristina zu steigen, hatte er plötzlich die Bundespolizei im Nacken. Der Mann, ein kosovarischer Staatsangehöriger, wurde im Rahmen der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle gecheckt – und dabei kam raus, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag.1
Der Hintergrund: Der 38-Jährige war wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden. Klingt erstmal nach einem kleineren Vergehen – aber die Konsequenzen hatten es in sich. Als Ersatzfreiheitsstrafe standen satte 75 Tage Haft im Raum.1 Wer jetzt denkt: „75 Tage? Das ist doch nicht so schlimm“ – mal kurz nachrechnen: Das sind über zwei Monate hinter Gittern. Kein Spaß.
Die Alternative zur Ersatzfreiheitsstrafe war eine Geldstrafe in Höhe von 7.500 Euro – zuzüglich Verfahrenskosten. Der Gesamtbetrag, den der Mann auf den Tisch legen musste: 7.746 Euro.1 Eine Summe, die nicht gerade wenige haben, wenn sie gerade am Flughafen stehen und eigentlich in den Urlaub wollen.
Der 38-Jährige hatte Glück im Unglück: Er konnte den geforderten Gesamtbetrag von 7.746 Euro vor Ort begleichen und damit die drohende Ersatzfreiheitsstrafe abwenden.1 Danach durfte er seine Reise nach Pristina wie geplant fortsetzen. Was für ein Stress kurz vor dem Abflug – aber am Ende lief’s noch glimpflich ab.
Diese Geschichte zeigt ziemlich deutlich: Offene Haftbefehle verschwinden nicht einfach. Und spätestens bei einer Ausreisekontrolle am Flughafen werden sie sicher gefunden. Die Bundespolizei prüft bei grenzpolizeilichen Kontrollen systematisch, ob Fahndungsnotierungen vorliegen – egal ob du gerade in den Urlaub oder nach Hause willst.1
Klar, 7.746 Euro auf einen Schlag hinlegen ist alles andere als schön. Aber 75 Tage im Knast sitzen ist noch weniger verlockend. Die Moral von der Geschichte: Offene rechtliche Angelegenheiten am besten frühzeitig regeln – und nicht darauf hoffen, dass sie irgendwie unter den Tisch fallen. Am Flughafen Köln/Bonn hat die Bundespolizei mal wieder gezeigt, dass sie ihren Job ernst nimmt.1
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