Altkleider in NRW richtig entsorgen: Wo ihr spenden, abgeben oder verkaufen könnt und was wirklich gut für die Umwelt ist – alle Tipps im Überblick.
Kennt ihr das? Der Kleiderschrank quillt über, ihr zieht mal wieder alles raus und fragt euch: „Wie ist das alles in meinen Warenkorb gekommen?“ Am Ende habt ihr einen riesigen Stapel Klamotten, den ihr loswerden wollt – aber wohin damit? Spenden, verkaufen oder doch einfach in den Restmüll werfen? Wir zeigen euch, was wirklich Sinn macht. Denn der 25. August ist übrigens der „Tag der gebrauchten Kleidung“ – ein guter Anlass, mal genau hinzuschauen.1
Erstmal die nüchternen Zahlen: 2024 haben die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsbetriebe in NRW ganze 36.145 Tonnen Textilien eingesammelt – und die Menge ist damit zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Deutschlandweit landen jährlich rund 374.000 Tonnen Textilien einfach im Restmüll. Allein in Köln sind das über 6.000 Tonnen Altkleider und Schuhe pro Jahr.1
Klar, Secondhand boomt gerade – und das ist grundsätzlich cool. Aber die schiere Menge an Fast Fashion, die produziert, gekauft und dann entsorgt wird, macht den positiven Effekt leider wieder zunichte. Organisationen wie Greenpeace und die Deutsche Umwelthilfe sind sich einig: Weniger kaufen, dafür länger tragen, ist die eigentliche Lösung.1
Rund 64 Prozent der Textilabfälle in Deutschland landen in öffentlichen Containern. Aber Achtung: Die Zahl der Altkleider-Container ist zuletzt deutlich zurückgegangen. Steigende Energie- und Transportkosten sowie ein internationaler Markt, der von Massenware überschwemmt ist, machen das Sammeln immer weniger rentabel.1
Container findet ihr trotzdem noch – zum Beispiel von kommunalen Entsorgungsbetrieben, aber auch von Organisationen wie:
Einen guten Überblick über Sammelstellen liefert die Seite altkleiderspenden.de von FairWertung, einem Zusammenschluss gemeinnütziger Altkleidersammler.1
Das DRK betreibt deutschlandweit 800 Kleiderläden – die meisten in ganz Deutschland. In NRW gibt es unter anderem welche in Recklinghausen, Olpe, Bonn und Herne. Auch Secondhand-Läden wie Oxfam und Humana nehmen Altkleider-Spenden entgegen.1
Keine Lust, eure Säcke durch die Gegend zu schleppen? In einigen Städten in NRW gibt es inzwischen einen Abholservice für Altkleider. In Dortmund und Oberhausen könnt ihr einfach online oder telefonisch einen Termin buchen und eure aussortierte Kleidung wird direkt bei euch abgeholt. In Münster organisieren die Malteser ein ähnliches Konzept.1
Wer aus seinen alten Schätzen noch ein bisschen Geld rausholen will, kann das natürlich auch selbst anpacken. Flohmärkte sind eine Option – aber online geht’s oft noch schneller. Beliebt sind Plattformen wie Vinted, Momox Fashion, Depop und Kleinanzeigen. Und das lohnt sich: Schon jetzt wird mit Secondhand-Kleidung in Deutschland ein Zehntel des gesamten Umsatzes im Bekleidungsmarkt erwirtschaftet – Tendenz steigend.1
Stark zerschlissene, verdreckte oder kontaminierte Textilien sollten laut dem Verband kommunaler Unternehmen weiterhin über die Restmülltonne entsorgt werden. Altkleider-Spenden sollten sauber, intakt und noch gut tragbar sein – das ist fair gegenüber den Organisationen, die den ganzen Aufwand betreiben.1
Ob spenden, verkaufen oder in den Container – ihr habt viele gute Optionen, um eure Altkleider sinnvoll loszuwerden. Aber das eigentliche Ziel ist laut Experten und Umweltorganisationen klar: Kleidung kaufen, die länger hält, sie reparieren statt wegwerfen und den ganzen Kreislauf möglichst lange am Laufen halten. Weniger ist hier wirklich mehr – und das ist gut für Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen. Von Pumpkin-Spice bis Kuscheldecke hat der Herbst eh genug Verführungen für neue Einkäufe parat – vielleicht ist Secondhand diesmal die bessere Wahl!1
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