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Deutzer Herbstkirmes 2026: Das Comeback nach der langen Pause
25. Oktober 2026

Die Deutzer Herbstkirmes ist nach langer Pause zurück: Alle Infos zu Fahrgeschäften, Öffnungszeiten, Thementagen und dem Rechtsstreit um die Vergabe.

Endlich wieder bunt an der Deutzer Werft

Von Pumpkin-Spice bis Kuscheldecke ist im Oktober eigentlich alles angesagt – aber dieses Jahr gibt’s in Köln noch einen Grund mehr, rauszugehen: Die Deutzer Herbstkirmes ist zurück! Vom 24. Oktober bis zum 1. November 2026 dreht sich zwischen Deutzer Brücke und Severinsbrücke wieder alles um Fahrgeschäfte, Buden und gute Laune. Und das ist wirklich eine große Sache, denn zuletzt musstet ihr euch ganze zwei Jahre gedulden.

Warum die Kirmes so lange Pause hatte

Hinter dem Comeback steckt eine echte Hängepartie. Wie t-online berichtet, musste die eigentlich zweimal jährlich stattfindende Deutzer Kirmes gleich dreimal in Folge ausfallen: zu Ostern 2025, im Herbst 2025 und noch mal zu Ostern 2026. Grund war ein Rechtsstreit um die Vergabe des Volksfestes für die Jahre 2025 bis 2029. Die Stadt Köln hatte ursprünglich die Gemeinschaft Kölner Schausteller ausgewählt, dagegen zog aber ein Leverkusener Schausteller vor Gericht.

Nach Angaben von FunFair Entertainment entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf im Juni 2026, dass das damalige Vergabeverfahren der Stadt Köln wesentliche Fehler aufwies. Anfang Juli erteilte die Stadt Köln schließlich Wilfried Hoffmann den Zuschlag. Er darf die Deutzer Kirmes nun bis Ende 2029 ausrichten – macht laut FunFair Entertainment sieben Ausgaben im Frühjahr und Herbst. Hoffmann ist dabei kein Unbekannter auf dem Festplatz: Schon 2024 hatte er die Frühlings- und Herbstkirmes organisiert.

Diese Fahrgeschäfte warten auf euch

Für die Rückkehr wird ordentlich aufgefahren. Zu den größten Attraktionen zählt laut t-online der 85 Meter hohe Freifallturm „Hangover – The Tower“. Wer’s lieber entspannt mag, schwebt im rund 50 Meter hohen Riesenrad „Jupiter“ mit seinen 36 verglasten Gondeln über die Stadt. Adrenalin gibt’s bei der Riesenschaukel „XXL-Höhenrausch“, die mehr als 100 km/h erreicht, sowie bei „Extrem“ und „Mr. Gravity“ – bei Letzterem wirken laut t-online Kräfte von bis zu 5 G auf die Fahrgäste.

FunFair Entertainment nennt außerdem „Swing Up“ als Rückkehrer eines HUSS-Klassikers sowie eine Wilde Maus mit drehbaren Gondeln, deren Betreiber zum Zeitpunkt der Recherche aber noch nicht feststand. Auch für kleinere Besucher ist gesorgt: „Sky-Jet“ und „Kinder Traum“ stehen auf dem Programm. Wer zwischen den Fahrten eine Pause braucht, findet laut t-online klassische Spielbuden, gebrannte Mandeln, Zuckerwatte und Imbissstände mit vegetarischen und veganen Optionen – dazu Biergärten mit Blick auf Rhein und Dom.

Thementage und besondere Programmpunkte

Die offizielle Eröffnung fand laut t-online am Samstag, 24. Oktober, um 17 Uhr am Riesenrad statt, moderiert von Radio-Köln-Moderator Daniel Wallroth. Am 28. Oktober gab es einen „Räägeboge Mettwoch“ mit Infoständen und Spendenaktionen für ColognePride und die Aidshilfe Köln. FunFair Entertainment vergleicht dieses Konzept mit dem bekannten Pink Monday der Düsseldorfer Rheinkirmes. Am 31. Oktober wurde der Festplatz passend zu Halloween dekoriert. Zusätzlich war laut FunFair Entertainment eine besondere Führung für blinde Menschen angekündigt, auch wenn konkrete Details dazu zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch fehlten.

Öffnungszeiten und Anreise

Die Kirmes öffnete täglich ab 12 Uhr. Freitags und samstags ging’s laut t-online bis 22 Uhr, sonntags bis donnerstags bis 21.30 Uhr. Am letzten Tag, Allerheiligen, öffnete der Platz erst um 18 Uhr. Fahrgeschäfte stellten ihren Betrieb jeweils 30 Minuten vor Veranstaltungsende ein. Der Festplatz war barrierefrei zugänglich, auch barrierefreie Toiletten standen bereit – die Fahrgeschäfte selbst konnten aufgrund ihrer Bauweise aber nur eingeschränkt genutzt werden.

Für die Anreise empfahl der Veranstalter die Bahn: Die KVB-Haltestellen Deutzer Freiheit (Linien 1, 7, 9) und Suevenstraße (Linien 3, 4) sowie der Bahnhof Köln Messe/Deutz lagen in der Nähe. Während der Öffnungszeiten war die Siegburger Straße zwischen Deutzer Brücke und Severinsbrücke für den Autoverkehr gesperrt.

Mehr als nur ein Jahrmarkt

Nach Angaben von FunFair Entertainment zieht die Deutzer Kirmes normalerweise mehr als 100.000 Besucher an – kein Wunder bei der Lage direkt am Rhein, gegenüber der Kölner Altstadt. Die Geschichte des Volksfests reicht laut FunFair Entertainment über 50 Jahre zurück: Ursprünglich fand sie im Bereich der heutigen Lanxess Arena statt, 1996 zog sie auf die Deutzer Werft um. Mit dem Comeback 2026 beginnt nun, nach Jahren der Unsicherheit, ein neues Kapitel für eine der traditionsreichsten Kirmesveranstaltungen in Köln.

Quellen


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