Elberfeld 2030: Wuppertal gestaltet Innenstadt modern und klimafreundlich. Alle Fakten zum Städtebauprojekt.
Die Elberfelder Innenstadt in Wuppertal steht im Fokus eines ambitionierten Umgestaltungsprojekts, getragen von der Stadt Wuppertal und den Stadtwerken Wuppertal (WSW). Ziel des Gemeinschaftsprojekts ist eine deutliche Steigerung der Lebensqualität, neue Chancen für den Einzelhandel sowie bedeutende Fortschritte beim Klimaschutz.
Das Projekt Elberfeld 2030 verbindet die grundlegende Neugestaltung der Elberfelder Innenstadt mit der Erneuerung des Wuppertaler Fernwärmesystems (Talwärme). Die Maßnahmen sollen gemeinsam umgesetzt werden, um Synergien zu nutzen und sowohl Bauzeit als auch Kosten zu reduzieren.
Das Gemeinschaftsprojekt setzt die geplanten Bauarbeiten des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) parallel zur Modernisierung des Fernwärmenetzes um. Betroffene Straßenabschnitte werden zunächst von den WSW in Bezug auf Energieinfrastruktur erneuert, anschließend gestaltet die Stadt die Oberflächen neu und modern. So wird ein hoher städtebaulicher Mehrwert geschaffen und die Belastungen für Bürgerschaft und Handel möglichst gering gehalten.
Ein entscheidender Meilenstein ist die Novellierung des Landesdenkmalschutzgesetzes zum 1. Juni 2022. Seitdem sind vermutete Bodendenkmäler, auch wenn sie noch nicht eingetragen sind, akut schutzwürdig. Während der Bauarbeiten wurden bedeutende archäologische Funde – darunter Fragmente der ehemaligen Burg Elberfeld und Vorkriegsbebauung – freigelegt. Diese Entdeckungen führen zu umfassenden archäologischen Untersuchungen und beeinflussen Zeit- und Kostenpläne des Projekts erheblich.
Elberfeld 2030 dient als Modell für nachhaltige Stadtentwicklung, bei der Klimaschutz und Stadtbild gleichermaßen berücksichtigt werden. Die gekoppelte Modernisierung von Infrastruktur und Innenstadtgestaltung steht exemplarisch für innovative Lösungen in urbanen Zentren Nordrhein-Westfalens.
Der aktuelle Rahmenterminplan sieht Maßnahmen bis Ende 2027 vor. Verzögerungen sind jedoch durch weitere Funde oder Materialengpässe möglich. Eine eigens im Frühjahr 2024 eingerichtete Anlaufstelle in der Schwanenstr 33 informiert Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand. Dort können auch einige archäologische Funde besichtigt werden (mehr erfahren).
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