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Essen-Marathon-Panne: TUSEM macht’s bei den Läufern 2026 wieder gut
21. Oktober 2026

Nach der Streckenpanne beim Essen Marathon 2026 leistet Veranstalter TUSEM Essen jetzt Wiedergutmachung bei den betroffenen Läufern. Alle Infos im Überblick.

Wenn aus 42,195 Kilometern plötzlich 43,8 werden

Beim Essen Marathon am Baldeneysee ist 2026 ordentlich was schiefgelaufen – und zwar buchstäblich. Ein Führungsradler, der der Spitzengruppe den Weg zeigen sollte, ist nach dem Start falsch abgebogen und hat die Läuferinnen und Läufer auf eine völlig falsche Route geschickt. Wie marathon4you.de berichtet, waren an der Kreuzung gleich mehrere Streckenposten beteiligt, die den richtigen Wendepunkt einfach nicht anzeigten. Die Folge: Statt der klassischen Marathondistanz hatten viele Athletinnen und Athleten am Ende bis zu 43,8 Kilometer auf der Uhr.

Der Veranstalter TUSEM Essen versuchte, den Fehler noch während des Rennens zu reparieren und kürzte die Strecke an anderer Stelle spontan ab. Das Problem: Dadurch fehlten manchen Läufern am Ende wieder ein paar hundert Meter. Wie hdsports.at unter Berufung auf Auswertungen von Strava-Daten berichtet, war die Gesamtdistanz bei einem Teil des Feldes sogar rund 500 Meter zu kurz, während andere in Summe zu viel liefen. Kein Wunder also, dass hinterher niemand mehr genau sagen konnte, wer eigentlich wie weit gelaufen ist.

Keine Bestzeiten, aber jede Menge Stolz

Sportlich war das Rennen trotzdem hochklassig. Tom Förster gewann in starken 2:18:08 Stunden, bei den Frauen setzte sich Alexandra Krämer in 2:47:04 Stunden durch. Nur zählen tun diese Zeiten eben nicht – jedenfalls nicht offiziell. Weil die gelaufene Strecke nicht mehr dem zertifizierten Kurs entsprach, verlor der Marathon für diesen Tag seinen offiziellen Vermessungsstatus. Damit können die Zeiten in keiner Bestenliste geführt werden, egal wie schnell sie waren.

Laut marathon4you.de sprachen die sportliche Leitung und einige Athleten von einem verständlichen „Scheißgefühl“. Trotzdem stand für die meisten der rund 1.200 Marathon-Teilnehmenden am Ende offenbar der Stolz im Vordergrund, die unfreiwillige Extra-Distanz überhaupt gefinisht zu haben. Kritik gab es laut hdsports.at vor allem daran, dass an den entscheidenden Wendepunkten keine Streckenordner postiert waren. Der Veranstalter reagierte darauf aber offen und kündigte an, die Panne in der Nachbereitung gründlich aufzuarbeiten.

Die Wiedergutmachung für 2026

Und genau hier kommt jetzt die gute Nachricht ins Spiel: Wie die WAZ berichtet, zeigt sich TUSEM Essen nach der Panne mit einer Entschädigung für die diesjährigen Starterinnen und Starter erkenntlich – und die soll durchaus großzügig ausfallen. Für alle, die trotz Streckenchaos durchgehalten haben, dürfte das zumindest ein kleiner Trost sein.

Insgesamt war das Teilnehmerfeld beim Westenergie Marathon rund um den Baldeneysee 2026 größer denn je. Rund 4.000 Menschen gingen bei den verschiedenen Wettbewerben an den Start, etwa 1.200 davon auf der vollen Marathondistanz – rund 200 mehr als im Vorjahr, wie marathon4you.de festhält. Unberührt von der Panne blieb die Westenergie Seerunde über 18,6 Kilometer: Hier gewannen Oscar Andres Romero Roa bei den Männern und Sarah Schmitz bei den Frauen, ihre Zeiten zählen regulär für die Bestenlisten.

Essen hat noch mehr vor

Während der Marathon schon Geschichte ist, blickt Essen längst auf das nächste Großereignis: Im Dezember steigt „Essen funkelt“ auf dem Burgplatz, wo unter anderem Sportfreunde Stiller und The BossHoss auftreten. Wer mehr dazu wissen will, findet alle Infos in einem früheren Beitrag über die Stars auf dem Burgplatz. Der nächste Marathon am Baldeneysee ist übrigens schon terminiert: Laut marathon4you.de findet die nächste Auflage am 10. Oktober 2027 statt, Anmeldungen sind bereits möglich.

Quellen


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