Acht Männer aus Ostwestfalen stehen in Bielefeld vor Gericht: Mit Fake-Neuwagen und gefälschten Papieren soll ein Millionenschaden von 2,1 Millionen Euro…
Vor dem Landgericht Bielefeld läuft gerade ein Prozess, der es in sich hat: Acht Männer aus Ostwestfalen sollen mit gefälschten Kfz-Papieren und nicht existierenden Neuwagen Banken um Millionen betrogen haben. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld wirft der Gruppe bandenmäßigen Betrug vor, wie das Nachrichtenportal die-glocke.de berichtet.
Laut der Nachrichtenagentur dpa-AFX, die über das Portal Finanzen.net berichtet, sollen die beiden Haupttäter Darlehen für die Finanzierung von Neuwagen kassiert haben, die es in Wirklichkeit gar nicht gab. Den Schaden hat die Staatsanwaltschaft bei der Anklageverlesung – die übrigens knapp zwei Stunden gedauert hat – auf satte 2,1 Millionen Euro beziffert.
Und so soll’s funktioniert haben: Die Haupttäter ließen sich die Kredite auszahlen und zahlten dafür eine Vermittlerprovision an Mitarbeiter von Autohäusern. Um die Banken zu täuschen, soll die Gruppe verfälschte Kfz-Blankodokumente benutzt haben – damit wurde einfach die Existenz der angeblich zu finanzierenden Autos vorgetäuscht. Fies, oder? Wie genau das Ganze im Detail abgelaufen ist, ist laut Anklage bis heute nicht vollständig geklärt.
Die acht Angeklagten kommen aus Gütersloh, Herford, Harsewinkel, Detmold, Rheda-Wiedenbrück und Halle in Westfalen und sind zwischen 26 und 46 Jahren alt. Ob sie sich zu den Vorwürfen äußern werden, war zum Prozessauftakt noch offen.
Für einen der Hauptangeklagten hat die Staatsanwaltschaft bereits in einem Erörterungstermin vor dem eigentlichen Prozessstart angekündigt, eine Haftstrafe von sechs Jahren und drei bis neun Monaten zu fordern. Das Landgericht Bielefeld hat für den Prozess Termine bis Mitte Februar angesetzt – es wird also noch eine Weile dauern, bis ein Urteil fällt.
Spannend wird’s auch noch an anderer Stelle: Einer der Verteidiger hat beantragt, dass der Fall vor einer speziellen Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts verhandelt werden soll. Ob das Gericht diesem Antrag stattgibt, steht noch nicht fest.
Der Fall zeigt mal wieder, wie kreativ manche Betrüger-Banden vorgehen, um an Geld von Banken zu kommen. Mit gefälschten Papieren und Phantom-Autos haben die Angeklagten laut Anklage einen Millionenschaden angerichtet. Ob und wie die acht Männer sich dazu äußern, bleibt spannend – wir bleiben für euch dran, sobald es Neuigkeiten aus dem Prozess gibt.
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