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Fischotter kehrt zurück in die Hammer Lippeaue: Ein Erfolg für den Artenschutz
19. Mai 2026

Fischotter ist zurück in der Hammer Lippeaue. Naturschutz zeigt Wirkung, invasive Arten im Blick. Alle Fakten zum Schutz.

Worum es geht

Der Fischotter ist nach vielen Jahrzehnten wieder in der Hammer Lippeaue heimisch. Seine Rückkehr steht für den Erfolg langjähriger Naturschutzmaßnahmen an der Lippe. Nun gibt es erneut gute Nachrichten für Biodiversität und Gewässerschutz.

Die wichtigsten Fakten

Nach rund 70 Jahren Abwesenheit wurde der Fischotter (Lutra lutra) seit 2009 zunächst wieder im Münsterland nachgewiesen. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass der Einzelgänger inzwischen auch das Stadtgebiet Hamm ganzjährig besiedelt. Die Art stand lange für intakte, naturnahe Gewässer und galt in Nordrhein-Westfalen seit den 1950er-Jahren als ausgestorben. Die Nachweise in Hamm wurden durch das Monitoring von Christian Härting und Patrick Hundorf von der Biologischen Station Soest im Auftrag des Umweltamts Hamm erbracht (Stadt Hamm).

Hintergrund zur Rückkehr

Fischotter leben verborgen und sind hauptsächlich nachts aktiv. Daher ist ihr Nachweis schwierig. Zuverlässige Hinweise liefern sogenannte Losungen, auffällig platzierter Kot zur Reviermarkierung, sowie Trittsiegel. Die aufgestellte Fotofalle bestätigte die dauerhafte Anwesenheit mindestens eines Tieres vor Ort.

Einordnung für NRW

Die Rückkehr des Fischotters ist ein Zeichen für die verbesserte Qualität der Lebensräume in Hamm und Umgebung. Die Stadt Hamm profitierte von Renaturierungsmaßnahmen und LIFE-Projekten, durch die zahlreiche naturnahe Bereiche wiederhergestellt wurden. Auch die Rückkehr von Biber und Weißstorch seit etwa 15 Jahren belegt die naturschutzfachliche Entwicklung (Stadt Hamm).

Fischotter als Schlüsselart

Der Fischotter gilt als Schlüsselart für eine strukturreiche Flusslandschaft. Er ernährt sich überwiegend von Fischen bis zu 20 cm Länge, darunter vermehrt von der invasiven Grundel. Letztere bereitet dem Ökosystem Schwierigkeiten, profitiert jedoch nun von einem natürlichen Fressfeind (Stadt Hamm).

Ausblick

Das Monitoring der Fischotter-Population wird weitergeführt, um die Bestandsentwicklung zu dokumentieren und verschiedene Tiere eindeutig genetisch zu identifizieren. Der nachhaltige Erfolg basiert auf langjährigem Engagement von Fachleuten, Behörden und Projekten im Flussschutz.

Quellen

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