Halloween-Nacht in NRW: In Köln eskaliert die Lage mit 23 verletzten Polizisten, während anderswo Böller, Randale und eine Kettensäge für Chaos sorgen.
Nachdem wir euch schon erzählt haben, dass die Polizei im Kreis Wesel in der Halloween-Nacht auf 78 Einsätze kam, zeigt sich jetzt: Das war längst nicht alles. Landesweit hatte die Polizei in NRW ordentlich zu tun, und vor allem eine Stadt sticht dabei richtig raus.1
In Köln ging’s in der Nacht richtig zur Sache. Gruppen zogen randalierend durch die Stadt, haben Müllcontainer angezündet und sogar Pyrotechnik und Glasflaschen auf Einsatz- und Rettungskräfte geworfen. Auch die Feuerwehr wurde bei ihren Löscharbeiten attackiert. Am Ende mussten mehrere Menschen in Gewahrsam genommen werden, und die traurige Bilanz: 23 Polizisten wurden verletzt.1
Zum Glück gab es solche krassen Ausschreitungen sonst nirgendwo in NRW. Trotzdem hatten viele Polizeibehörden im Land alle Hände voll zu tun – vor allem wegen Körperverletzungen und explodierenden Böllern.1
In Düsseldorf zieht die Polizei trotz vieler Einsätze ein eher entspanntes Fazit. Besondere Vorkommnisse gab’s dort nicht, auch wenn man sich verstärkt mit Körperverletzungen, Streit, randalierenden Leuten und hilflosen Personen beschäftigen musste.1
Auch in Duisburg wurde ordentlich geböllert – und zwar teilweise auch in Richtung der Einsatzkräfte. Dazu gab’s jede Menge Eierwürfe. Sechs Personen landeten in Gewahrsam, und ein paar Leute, die mit Böllern eine Schaufensterscheibe kaputt machen wollten, haben sich direkt eine Strafanzeige eingefangen.1
Die Feuerwehr Leverkusen musste wegen Halloween-Exzessen gleich 14 Mal ausrücken – meistens, weil Mülltonnen und Container brannten. Richtig heftig wurde’s bei einem Einsatz, wo Feuerwehrleute mit Feuerwerkskörpern beschossen und mit Reizgas besprüht wurden. Eine Einsatzkraft hat sich dabei ein Knalltrauma zugezogen und musste zur Kontrolle ins Krankenhaus.1
Richtig gefährlich wurde’s in Mönchengladbach: Unbekannte, verkleidete Personen haben einen Böller durch das Fahrerfenster in ein langsam fahrendes Auto geworfen. Der Böller ist im Innenraum explodiert und hat den Fahrer an der Hand verletzt. Alle vier Insassen kamen mit Verdacht auf ein Knalltrauma zur Kontrolle ins Krankenhaus. Jetzt wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.1
Die wohl skurrilste Geschichte der Nacht kommt aus Viersen: Ein 13-Jähriger ist mit einer laufenden Kettensäge durch die Stadt gelaufen und hat damit ordentlich für Schrecken gesorgt. Zum Glück hatte das Gerät gar keine Kette drauf, der Motor lief aber trotzdem. Die Polizei hat die Säge erstmal bis zum nächsten Tag sichergestellt.1
Insgesamt zieht Polizeidirektor Stefan Neugebauer für den Kreis Viersen aber ein positives Fazit: Die starke und sichtbare Polizeipräsenz, vor allem in der Innenstadt von Viersen, habe zu einem insgesamt friedlichen Verlauf beigetragen. Größere Randale gab’s jedenfalls nicht.1
Während Köln also die Ausnahme mit richtig heftigen Ausschreitungen war, kamen die meisten anderen Städte in NRW vergleichsweise glimpflich durch die Nacht – auch wenn Böller, Randale und ein paar verrückte Aktionen wie die Kettensäge in Viersen für Gesprächsstoff sorgten. Eins ist aber klar: Halloween bleibt für Polizei und Feuerwehr im ganzen Land eine der anstrengendsten Nächte im Jahr.
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