Halloween-Nacht in NRW: Randale in Köln, Böllerattacken und verletzte Einsatzkräfte. Alle Infos zu den Vorfällen in Köln, Düsseldorf, Duisburg und mehr.
Halloween sollte eigentlich für Süßes-oder-Saures-Spaß und gruselige Verkleidungen stehen. In NRW ist die Nacht aber für einige Einsatzkräfte zum echten Albtraum geworden. Vor allem in Köln ging es richtig rund: Gruppen zogen randalierend durch die Stadt, steckten Müllcontainer in Brand und warfen Pyrotechnik sowie Glasflaschen auf Polizei und Feuerwehr.1 Mehrere Menschen landeten in Gewahrsam, 23 Polizisten wurden verletzt.1
Auch wenn die Ausschreitungen in Köln besonders heftig ausfielen, gab es landesweit jede Menge Einsätze. In Düsseldorf zog die Polizei trotzdem eine eher positive Bilanz – besondere Vorkommnisse blieben aus, auch wenn Körperverletzungen, Streitigkeiten und randalierende Personen für ordentlich Beschäftigung sorgten.1
In Duisburg flogen zahlreiche Böller und Eier, teilweise direkt Richtung Einsatzkräfte. Sechs Personen wurden in Gewahrsam genommen, nachdem sie versucht hatten, mit Böllern eine Schaufensterscheibe zu zerstören.1
In Leverkusen musste die Feuerwehr gleich 14 Mal wegen Halloween-Exzessen ausrücken – meistens wegen brennender Mülltonnen und Container. Richtig gefährlich wurde es bei einem Einsatz, als Feuerwehrleute mit Feuerwerkskörpern beschossen und mit Reizgas besprüht wurden. Eine Einsatzkraft erlitt dabei ein Knalltrauma und musste zur Kontrolle ins Krankenhaus.1
Richtig heftig traf es vier Menschen in Mönchengladbach. Unbekannte, verkleidete Personen warfen einen Böller durch das Fahrerfenster eines langsam vorbeifahrenden Autos. Der Böller explodierte im Innenraum und verletzte den Fahrer an der Hand. Alle vier Insassen kamen mit Verdacht auf ein Knalltrauma zur Kontrolle ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt jetzt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.1
Für den skurrilsten Moment der Nacht sorgte ein 13-Jähriger in Viersen. Er lief mit einer eingeschalteten Kettensäge durch die Stadt und erschreckte damit ordentlich die Leute. Entwarnung: Die Säge hatte gar keine Kette, nur der Motor lief. Die Polizei stellte das Gerät trotzdem bis zum nächsten Tag sicher.1
Polizeidirektor Stefan Neugebauer zog für den Kreis Viersen trotzdem ein positives Fazit: Die große und sichtbare Polizeipräsenz, vor allem in der Innenstadt, habe zu einem insgesamt friedlichen Verlauf beigetragen. Größere Randale habe es dort jedenfalls nicht gegeben.1
Während Köln klar der Hotspot für Randale war, blieb es in vielen anderen Städten NRWs vergleichsweise ruhig – auch wenn Böller, verletzte Einsatzkräfte und brennende Mülltonnen in dieser Nacht leider fast schon zum traurigen Standard gehören. Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass Halloween wieder mehr um Süßigkeiten und Kostüme geht – und weniger um Böller und Randale.
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