Nach Sturm „Luise“ und „Manja“ wird’s in den NRW-Herbstferien erstmal wechselhaft, bevor laut WDR-Meteorologe bald goldener Herbst mit viel Sonne folgt.
Die ersten Tage der Herbstferien hatten es in sich: Mit den Sturmtiefs „Luise“ und „Manja“ ist NRW ein richtig ungemütliches Wochenende durchgerauscht. Laut Deutschem Wetterdienst gab es zeitweise Sturmböen von 80 bis 100 Kilometern pro Stunde, im höheren Bergland sogar schwere Sturm- und vereinzelte Orkanböen. Besonders in Staulagen des Bergischen Landes und der Eifel kamen laut Vorhersage unwetterartige Regenmengen zusammen.
Wie der WDR berichtet, blieb am Ende aber kaum eine Region verschont. Allein im Kreis Unna gab es rund 70 wetterbedingte Einsätze, in Dortmund 36 und in Hagen 37 – meist mussten umgestürzte Bäume von Straßen und Gehwegen geräumt werden. In Dortmund-Körne krachte sogar ein Baum auf ein Mehrfamilienhaus, verletzt wurde dabei aber zum Glück niemand. Auch im Essener Süden rückte die Feuerwehr seit Samstagnachmittag zu rund 60 Einsätzen aus. Trotzdem fiel die Bilanz des Sturmwochenendes laut WDR vergleichsweise glimpflich aus.
Die Unwetter machten sich auch im Zugverkehr bemerkbar: Seit Freitag gab es laut WDR zahlreiche Verspätungen und Ausfälle im Regional- und S-Bahn-Verkehr, weil Bäume auf Gleisen, in Oberleitungen oder in Streckennähe lagen. Fahrgäste sollten deshalb weiterhin vor der Fahrt checken, ob ihre Verbindung planmäßig unterwegs ist.
Wer seine Herbstferien an der Nordsee verbringen wollte, musste sich laut Ruhrnachrichten ebenfalls auf einiges gefasst machen. Schon ab Freitag zogen dort markante Herbststürme und teils starke Gewitter durch. Mit Sturmtief „Manja“ kam am Sonntag dann noch eine Portion schwerer Sturm hinzu, der vor allem Küstenregionen, den Nordwesten und das Bergland traf.
Die gute Nachricht: Der dicke Wind-und-Regen-Brocken ist erstmal durch. Nach dem ungemütlichen Sonntag wird das Wetter laut WDR im Tagesverlauf freundlicher, der Regen zieht nach Osten ab und zwischendurch zeigt sich auch mal die Sonne. Ganz entspannt könnt ihr euch aber noch nicht zurücklehnen: Am Nachmittag sind erneut einzelne Schauer und Gewitter drin. Bei Temperaturen zwischen sieben und 15 Grad bleibt es herbstlich kühl, und auch wenn der Wind nachlässt, ist er vielerorts weiterhin spürbar.
Für die restlichen Herbstferien gibt’s aber Entwarnung in Sachen Dauerregen. WDR-Meteorologe Jürgen Vogt erklärt, dass es nach einer noch wechselhaften und teils windigen ersten Wochenhälfte gegen Ende des Monats überwiegend sonniges Herbstwetter geben soll. Dieser Trend soll sich laut Vogt auch Anfang November fortsetzen – allerdings wird’s dann spürbar frischer. Nachts ist verbreitet Bodenfrost möglich, tagsüber werden oft kaum noch 10 Grad erreicht.
Kurz gesagt: Jacke und Regenschirm bleiben in den nächsten Tagen noch Pflichtprogramm, bevor sich dann der goldene Herbst mit viel Sonne ankündigt. Wer durch die Stürme noch Nachholbedarf bei Outdoor-Aktivitäten hat, sollte also noch ein paar Tage Geduld haben. Falls doch mal wieder dicke Regenwolken aufziehen, lohnt sich laut Ruhrnachrichten auch ein Blick auf Indoor-Tipps in der Region – von Minigolf bis Museum ist da einiges dabei, um die Ferien trotzdem entspannt zu genießen.
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