Köln besetzt zwei neue Top-Jobs in der Verwaltung: Der Stadtrat wählt am 8. Oktober. Alle Infos zum Zeitplan und den beteiligten Fraktionen jetzt im Überblick.
Während Köln kulturell gerade richtig auftrumpft – in einem früheren Beitrag haben wir bereits über das Comeback der Kölner Kult-Band Gänsehaut berichtet – tut sich auch in der Kölner Stadtpolitik gerade einiges. Die Verwaltung hat jetzt einen konkreten Zeitplan vorgelegt, wie zwei wichtige Spitzenjobs neu besetzt werden sollen.1
Köln schafft zwei neu zugeschnittene Dezernate, die künftig mit frischen Kräften besetzt werden sollen:1
Die Personen, die diese Posten übernehmen, werden auch Beigeordnete genannt. Sie vertreten den Oberbürgermeister in ihrem jeweiligen Arbeitsgebiet – und das für üblicherweise acht Jahre. Keine kleine Sache also!1
Der Zeitplan steht, und der ist ziemlich straff. Hier die wichtigsten Stationen auf einen Blick:1
Dass die Wahl am 8. Oktober erfolgreich über die Bühne gehen soll, ist kein Zufall. Grüne, CDU und SPD haben sich auf die neue Dezernatsstruktur geeinigt und bringen gemeinsam 58 von 90 Ratssitzen auf die Waage – das ist eine klare Mehrheit. Dazu kann auch Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) mitstimmen.1
Beim Verwaltungsdezernat hat die SPD das sogenannte Vorschlagsrecht, beim Sicherheitsdezernat liegt es bei der CDU. In der Praxis bedeutet das: Die jeweilige Fraktion spricht Kandidatinnen und Kandidaten an, die dann ganz offiziell bei der Stadt einreichen und sich einer offenen Ausschreibung stellen müssen.1
Dass Köln überhaupt so viel auf einmal neu regeln muss, hat einen Grund: In der laufenden Wahlperiode laufen die Verträge mit sämtlichen Dezernenten aus beziehungsweise enden. Die drei großen Fraktionen mussten deshalb ein Gesamtpaket verhandeln. Hintergrund ist auch, dass die SPD bislang mit dem für Schule und Sport zuständigen Robert Voigtsberger nur einen einzigen von ihr vorgeschlagenen Beigeordneten im Stadtvorstand hatte.1
Und noch etwas macht die Sache besonders: Zwischen 2021 und 2022 bereiteten gleich drei Besetzungsverfahren in Köln große Probleme. Die Bezirksregierung beanstandete sie, in einem Fall zog sich sogar ein Kandidat zurück. Seitdem stehen solche Verfahren besonders im Fokus – diesmal soll alles glattlaufen.1
Ob beim Comeback einer Kult-Band2 oder bei der Neuaufstellung der Stadtspitze – in Köln ist aktuell richtig viel los. Wir halten euch auf dem Laufenden, wie sich die Suche nach den zwei neuen Top-Kräften entwickelt. Bleibt gespannt!
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