Die Domgebühr in Köln sorgt für einen Mitglieder-Boom: Knapp 10.000 Menschen sind seit März dem Dombauverein beigetreten. Wir erklären, warum sich das lohnt.
Der Kölner Dom macht seit dem 1. Juli 2025 Schlagzeilen – und das nicht nur wegen seiner imposanten Türme. Die neu eingeführte Eintrittsgebühr hat einen echten Ansturm ausgelöst: Knapp 10.000 Menschen sind seit März neu in den Zentral-Dombauverein eingetreten.1 Das ist ein krasser Sprung, denn vorher verzeichnete der Verein gerade mal rund 100 Beitritte im Monat.
Besonders heftig war der Zulauf kurz vor dem Start der Gebühr: Allein im Juni kamen rund 4.500 Beitrittsgesuche rein, im Juli weitere 2.500. Insgesamt zählt der Dombauverein jetzt etwa 27.000 Mitglieder.1 Wahnsinn, oder?
Der Grund für den Ansturm ist ziemlich simpel: Wer Mitglied im Dombauverein ist, zahlt keinen Eintritt für den Dom. Seit dem 1. Juli kostet der Besuch regulär 12 Euro, ermäßigt 6 Euro.1 Der jährliche Mindestbeitrag im Verein liegt dagegen bei nur 20 Euro – wer den Dom also öfter besuchen will, spart damit richtig Geld. Mitglieder sind zwar gebeten, freiwillig mehr zu zahlen, aber das bleibt jedem selbst überlassen.
Für viele Kölnerinnen und Kölner, die ihren Dom regelmäßig besuchen, rechnet sich die Mitgliedschaft also schnell. Und gleichzeitig unterstützen sie damit aktiv den Erhalt des Wahrzeichens – eine Win-win-Situation!
Auch die Eintrittsgelder selbst bringen ordentlich was in die Kasse. Im ersten Monat nach Einführung der Gebühr wurden laut Kölner Dom rund die Hälfte der laufenden Betriebskosten damit gedeckt.1 Täglich fallen etwa 44.000 Euro für Betrieb und Erhalt an – das macht deutlich, wie kostspielig der Unterhalt eines solchen Bauwerks ist.
Für das laufende Jahr rechnet das Domkapitel mit Gesamtausgaben von rund 16 Millionen Euro. Ohne die neuen Eintrittseinnahmen würden davon circa vier Millionen Euro fehlen.1 Eine umfassende Bilanz der neuen Regelung will das Domkapitel Anfang 2027 ziehen.
Während in Köln Tausende dem Dombauverein beitreten, gibt es auch anderswo in NRW Dinge, die ihr auf dem Schirm haben solltet. So warnen wir euch in einem früheren Beitrag bereits vor einer fiesen Betrugsmasche, bei der sich Kriminelle als Polizisten ausgeben und am Telefon versuchen, Menschen um ihr Geld und ihre Wertsachen zu bringen.2 Bleibt also wachsam – nicht nur beim Thema Domgebühr!
Die Diskussion um den Eintrittspreis für den Kölner Dom hat dem Dombauverein ungewollt einen riesigen Wachstumsschub beschert. Was anfangs für Aufregung sorgte, hat am Ende dazu geführt, dass Tausende Menschen den Verein aktiv unterstützen – und dabei selbst profitieren. Für alle, die den Dom regelmäßig besuchen wollen, lohnt sich ein Blick auf die Mitgliedschaftsoptionen auf jeden Fall.1
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