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Kölner Dom: Kurzer Besuch zum Beten bleibt kostenlos – das steckt dahinter
27. August 2026

Kölner Dom: Beten bleibt kostenlos, nur die touristische Besichtigung kostet 12 Euro. Kardinal Woelki erklärt, was sich seit Juli 2026 geändert hat.

Eintritt im Kölner Dom – aber nicht für alle

Große Aufregung rund um den Kölner Dom: Seit dem 1. Juli 2026 wird für die touristische Besichtigung des Weltkulturerbes eine Eintrittsgebühr fällig. Zwölf Euro kostet der Blick in den gesamten Innenraum. Seitdem diskutiert ganz NRW – denn viele Kölnerinnen und Kölner haben den Dom früher einfach mal eben kurz auf dem Weg zur Arbeit besucht. Ist das jetzt Geschichte?

Kardinal Woelki stellt klar: Beten bleibt gratis

Kardinal Rainer Maria Woelki hat sich dazu geäußert – und macht Hoffnung für alle, die einfach kurz durchatmen wollen. „Der Dom ist und bleibt ein Gotteshaus. Und deshalb kann man ihn weiter ohne Eintritt besuchen, um zu beten, innezuhalten, zur Ruhe zu kommen“, sagte Woelki (70) der Deutschen Presse-Agentur.1 Der Zugang zum Gebet ist weiterhin kostenlos – über einen Seiteneingang. Das Angebot gilt laut Woelki ausdrücklich auch für Menschen, die auf dem Weg zur Arbeit sind, Besorgungen in der Stadt machen oder als Reisende vorbeikommen: „Sie können wie früher einen kurzen Abstecher in den Dom machen, ohne dafür zu bezahlen.“1

Was genau ist kostenlos – und was nicht?

Hier kommt der Haken: Wer den Seiteneingang nutzt, gelangt nur in einen abgetrennten Teil des Innenraums – nicht in den gesamten Dom. Für die vollständige touristische Besichtigung des Weltkulturerbes gilt die neue Besichtigungsgebühr von zwölf Euro.1 Woelki erklärt das so: „Nur für die touristische Besichtigung des gesamten Innenraums muss man Eintritt zahlen.“ Der Grund dafür seien die steigenden Kosten für den Unterhalt des Weltkulturerbes.1

Viele Kritikerinnen und Kritiker sehen das dennoch als Problem – denn der spontane, unkomplizierte Abstecher in den Dom, wie ihn viele Kölnerinnen und Kölner als selbstverständlich kannten, ist eben nicht mehr ganz so unkompliziert, wenn nur noch ein Teilbereich zugänglich ist.1

Zwei Monate nach Einführung: Die Diskussion geht weiter

Am 1. September 2026 ist es genau zwei Monate her, seit die Eintrittsregelung im Kölner Dom eingeführt wurde – und die Debatte ist noch lange nicht vorbei.1 Für viele Menschen in NRW ist der Dom mehr als ein touristisches Highlight: Er ist ein Stück Heimat, ein Ort der Stille mitten im Stadttrubel. Dass dieser Ort nun mit einem Preisschild versehen ist, trifft einen Nerv.

Wer also das nächste Mal in Köln unterwegs ist und kurz Pause braucht – einfach mal durchatmen, innehalten, den Alltag kurz hinter sich lassen – der kann das weiterhin tun. Kostenlos, über den Seiteneingang, in dem dafür vorgesehenen Bereich. Ein kleiner Trost für alle, die den Dom nicht als Museum, sondern als Ruhepol kennen und lieben.

Quellen

  1. Kardinal Woelki: Kurz-Abstecher in den Dom weiter gratis – Super Tipp Online


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