Köln könnte als Medienhauptstadt neue Standards setzen. Stadtplaner Dr. Johannes Novy erklärt, was der Stadt für den Durchbruch fehlt.
Medienhauptstadt, Kulturzentrum, Wirtschaftskraft: Köln bietet die Voraussetzungen, um sich als Weltstadt zu etablieren. Ein Stadtplaner hat klargestellt, was der Stadt zum Durchbruch fehlen könnte.
Köln durchlebt derzeit eine Phase der Unsicherheit und ständiger Krisen. Dennoch gibt es Stimmen, die Zuversicht verbreiten. Ein Blick auf die Wahlplakate zur Kommunalwahl Nordrhein-Westfalens 2025 zeigt, dass viele Bürger aktiv Verantwortung übernehmen wollen. Diese ehrenamtlich engagierten Menschen stehen für eine positive Entwicklung in einer Zeit, die oft von Negativität geprägt ist.
Der Tiefenpsychologe Jens Lönneker, Geschäftsführer des Kölner „Rheingold Salon“, betont, dass das Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit für die Bürger wichtig ist, um sich nicht hilflos zu fühlen. Ein Projekt namens „Zuversicht“, das von „Rheingold Salon“, der dpa und der Initiative 18 ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die Rolle regionaler Medien als Garanten für Demokratie zu stärken.
Bei der bevorstehenden Kommunalwahl am 14. September in Köln stellt sich die Frage, wie die Stadt aus ihrer Dauerkrise herauskommen kann. Stadtplaner Dr. Johannes Novy von der „University of Westminster’s School of Architecture and Cities“ zeigt auf, dass verletzliche Narrative über die Unveränderlichkeit der Stadt nicht der Realität entsprechen. Erfolgreiche Stadtentwicklungen, wie in Medellín oder Braga in Portugal, setzen außergewöhnliche und mutige politische Maßnahmen voraus, das zeigt, dass auch Köln das Potenzial hat, sich zu verändern.
Ein Beispiel für diese Entwicklungen ist die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, die nicht nur einen radikalen Kurs in der Verkehrspolitik angestoßen hat, sondern auch Initiativen im sozialen Wohnungsbau und bei der Begrünung der Stadt vorangetrieben hat. Ihre Erfolge zeigen, wie durch entschlossenes Handeln ein Wandel möglich ist.
Köln hat als wirtschaftliches Kraftzentrum mit fast 2000-jähriger Geschichte, als Medienhauptstadt und als Hochschulstandort großes Potenzial. Dennoch fehlen in der Stadt große Ideen und der Wille zur Umsetzung. Die Diskussion um den Kölner Louvre lädt dazu ein, neu zu denken. Die Tatsache, dass das erfolgreiche Schokoladenmuseum in privater Hand ist, während das römisch-germanische Museum dauerhaft geschlossen bleibt, kennzeichnet die Herausforderungen dieser Stadt.
Dr. Johannes Novy sieht das außergewöhnliche Potenzial Kölns positiv. Dennoch bemerkt er einen Mangel an echtem Interesse für den Wandel im derzeitigen Wahlkampf. Ein Appell an die Bürger: Wer einen Wandel will, sollte nicht auf Allgemeinplätze warten, sondern aktiv mitgestalten und Veränderungen einfordern.
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Fassen wir uns also auch an die eigene Nase und übernehmen gemeinsam Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft Kölns.
Quelle: WDR, dpa
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