Krankenhaus Heinsberg schließt Gefäßchirurgie, setzt künftig auf Geriatrie. Was das für Patient:innen und Region bedeutet.
Das Städtische Krankenhaus Heinsberg richtet sich inhaltlich und strukturell neu aus. Im Mittelpunkt stehen künftig die Innere Medizin und der Aufbau einer geriatrischen Abteilung. Die Gefäßchirurgie am Standort wird hingegen geschlossen. Die Zukunft der Gynäkologie und Geburtshilfe bleibt vorerst offen.
Die Gesellschafterversammlung des Städtischen Krankenhauses Heinsberg hat die Geschäftsführung damit beauftragt, ein neues medizinisches Konzept weiter auszuarbeiten und umzusetzen. Ziel ist es, das Haus als leistungsfähigen Grundversorger innerhalb der regionalen Krankenhausplanung zu stärken. kma-online.de
Kern der geplanten Umstrukturierung ist die Stärkung der Inneren Medizin. Dazu zählt auch die beantragte Förderung für den Aufbau einer geriatrischen Abteilung, um auf demografische Entwicklungen und einen wachsenden Bedarf an sektorenübergreifenden Strukturen zu reagieren. Weiterentwickelt werden zudem bestehende Bereiche wie das Diabeteszentrum, die Angiologie und die Gastroenterologie. Parallel dazu wird die Gefäßchirurgie – entsprechend übergeordneter Strukturvorgaben und dem landesweiten Trend zu spezialisierten Zentren – geschlossen. Betroffene Fachärztinnen und Fachärzte sollen regionale Anschlussoptionen erhalten.
Die Schließung der Gefäßchirurgie steht im Kontext einer landesweiten Konzentration spezialisierter medizinischer Leistungen auf zentrale Standorte. Gleichzeitig prüft die Geschäftsführung verschiedene Modelle für die weitere Versorgung in der Gynäkologie und Geburtshilfe, da diese Bereiche aufgrund rückläufiger Geburtenzahlen und fehlender wirtschaftlicher Perspektiven unter Druck geraten sind. Die Belegschaft wird in die Entscheidungsprozesse eingebunden.
Die Entwicklungen am Standort Heinsberg spiegeln die breit geführte Debatte zur Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen wider. Ziele sind die wirtschaftliche Stabilisierung, die langfristige Qualitätssicherung und eine wohnortnahe Versorgung. Der Betriebsrat des Krankenhauses befürwortet die Maßnahmen und betont deren Notwendigkeit im Rahmen der Landesplanung.
Mit der Erstellung eines belastbaren Umsetzungskonzepts wird die Grundlage für die Neuausrichtung geschaffen. Für das Pflegepersonal ergeben sich durch die Neuordnung aktuell keine Veränderungen, da die Einsatzmöglichkeiten innerhalb anderer Abteilungen bestehen bleiben.
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